Kein Mordauftrag: 51-Jähriger freigesprochen

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Traunstein/Mühldorf - Der Kopf der sogenannten "Autobumser-Bande" hat keinen Mordauftrag aus dem Gefängnis erteilt. Das hat das Landgericht jetzt entschieden.

Mit einem Freispruch ist die Berufungsverhandlung gegen einen 51-Jährigen aus dem Landkreis Mühldorf vor dem Landgericht Traunstein ausgegangen. Dem Mann wurde Anstiftung zum Mord vorgeworfen. Vor Gericht konnte nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, ob er den Mordauftrag tatsächlich so formuliert hatte.

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Der 51-Jährige gilt als Kopf der sogenannten "Autobumser-Bande" und ist deswegen bereits zu einer längeren Haftstrafe verurteilt worden. Aus seiner Gefängniszelle heraus soll er in einem Schreiben an seine Ehefrau einen Mordauftrag formuliert haben. Ein Kronzeuge sollte von einem Scharfschützen für 10.000 Euro wörtlich "verrammt" werden. Vor Gericht sagte der Angeklagte, es habe sich um ein Missverständnis gehandelt. Mit "verrammt" seien Vermögenswerte gemeint gewesen.

Das Gericht sah sich außerstande, den genauen Ablauf zu rekonstruieren, deswegen der Freispruch. Das angebliche vom Tod bedrohte Opfer war trotz einer Vorladung nicht vor Gericht erschienen. Bereits vor über einem Jahr war der 51-Jährige vom Vorwurf der Anstiftung zum Mord freigesprochen worden. Dagegen hatte der Staatsanwalt Revision eingelegt. Trotzdem sitzt der Mann unter anderem wegen Versicherungsbetrug, Brandstiftung und unerlaubten Waffenbesitz weiter im Gefängnis seine Strafe ab.

Quelle: Bayernwelle SüdOst

Rubriklistenbild: © Picture Alliance

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