Jahreshauptversammlung 2017 in Traunstein

Kliniken Südostbayern auf Erfolgskurs

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Sichtlich zufriedene Gesichter bei der Jahreshauptversammlung der Kliniken Südostbayern AG. Von links: Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Gretscher, Medizinischer Direktor Dr. Stefan Paech, Vorstand Elisabeth Ulmer, Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat von Traunstein Siegfried Walch sowie stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat vom Berchtesgadener Land Georg Grabner.

Traunstein - Die Kliniken Südostbayern sind auf Erfolgskurs. Sie konnten ihr Ergebnis in 2016 deutlich verbessern und Investitionsfähigkeit für die Zukunft sichern.

Die Kliniken Südostbayern AG ist weiter auf dem Weg zur wirtschaftlichen Gesundung. Das Unternehmen in der alleinigen Trägerschaft der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land konnte 2016 sein Defizit auf 600.000 Euro stark verringern. 2015 lag der Fehlbetrag noch bei 3,3 Millionen Euro. „Wir sind wieder investitionsfähig und mit all unseren Vorhaben auf Kurs“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Gretscher bei der diesjährigen Hauptversammlung der AG am Freitag (19.5.2017) in Teisendorf. Positiv begleitet werde die signifikante Rückführung des Defizits von steigenden Patientenzahlen sowie einem erneut erweiterten medizinischen und pflegerischen Leistungsspektrum.

Äußerst zufrieden mit der anhaltend günstigen wirtschaftlichen Entwicklung zeigten sich die Landräte Siegfried Walch und Georg Grabner. „2013 lag das Defizit noch bei fast neun Millionen Euro. Nur mit einem Investitionszuschuss von zehn Millionen Euro konnten die beiden Landkreise die Kliniken damals vor der Insolvenz bewahren. Jetzt ist die AG gerettet und die Arbeitsplätze sind gesichert“, so Aufsichtsratsvorsitzender Siegfried Walch.

Für größere Baumaßnahmen vor allem in Traunstein stelle der Landkreis Traunstein 2017 rund 2,9 Millionen Euro bereit. Das könne als Signal an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie als konkreter Baustein für eine erfolgreiche Zukunft der Kliniken Südostbayern AG verstanden werden. „Es geht bergauf, die Fusion trägt erste Früchte“, betonte auch der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Georg Grabner. Bestätigt werde die engagierte Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die hohe Weiterempfehlungsrate von Patienten und den überdurchschnittlichen Patientenzuwachs. Walch und Grabner unterstrichen erneut, dass sie weiterhin fest zur kommunalen Trägerschaft des Klinikverbundes mit seinen sechs Häusern stehen. Einig sind sich die beiden Landräte sowie Dr. Gretscher, dass die positive wirtschaftliche Entwicklung der Kliniken eine starke Gemeinschaftsleistung sei. „Alle Beteiligten ziehen an einem Strang - Landkreise, zuweisende Ärzte, Patienten, vor allem aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ 

„Das Vertrauen von Politik und Patienten in die Leistungsfähigkeit der Kliniken ist voll und ganz gegeben“, sagte Dr. Stefan Paech, Medizinischer Direktor der Kliniken Südostbayern AG. So habe der Klinikverbund 2016 mit der Etablierung der multimodalen Schmerztherapie an den Kreiskliniken Ruhpolding und Berchtesgaden neue und hochqualifizierte stationäre Versorgungsangebote für chronische Schmerzpatienten geschaffen, um der deutlich steigenden Nachfrage in diesem Bereich gerecht zu werden. Zudem sei die Leistungspalette des Klinikums Traunstein durch die neu gegründete Klinik für Plastische, Rekonstruktive Chirurgie und Handchirurgie sowie die neue Abteilung für Neuroradiologie mit ihrer modernsten neuroradiologisch diagnostischen und interventionellen Versorgung insbesondere von Schlaganfallpatienten erweitert worden. Ebenso wichtig sei die Besetzung wichtiger Chefarztpositionen bei der Nephrologie in Traunstein, der Inneren Medizin in Freilassing und der Pneumologie in Bad Reichenhall. Der weitere konsequente Ausbau der Altersmedizin sei ein wichtiger Schwerpunkt des Verbunds, so Elisabeth Ulmer, Vorstand der Kliniken Südostbayern. „Dies können wir besonders in den Kliniken Trostberg, Ruhpolding und Berchtesgaden mit den dafür speziell ausgebildeten Teams hervorragend abdecken“. Alle notwendigen Maßnahmen und Aufgaben könnten nur erfüllt werden, weil äußerst engagierte und hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kliniken trotz der zunehmenden Arbeitsverdichtung und stetem Wandel die Treue hielten und das Wohl der einzelnen Patienten im Auge hätten, so Elisabeth Ulmer. 

Auf ein gutes Miteinander würde der Klinikverbund auch bei der Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten setzen, so Dr. Gretscher. Ein sichtbares Beispiel seien die neuen Bereitschaftspraxen in Reichenhall und Traunstein. Zudem seien in beiden Kliniken die Notaufnahmen deutlich aufgewertet worden – in Traunstein mit der Modernisierung und Erweiterung sowie in Bad Reichenhall mit der Sanierung und Neuausstattung. Er kündigte auch an, dass das gemeinsam von Chefärzten, Pflegeverantwortlichen und Führungskräften der Kliniken erarbeitete Fünfjahresprogramm „Perspektive 2022“ mit seinen Handlungsfeldern Patienten, Prozesse, Mitarbeiter und Finanzen konsequent umgesetzt werde. „Auch damit werden wir unsere Kliniken fit für die Zukunft machen“, so der Klinikenchef. Nicht zuletzt sollen eine zeitgemäßere IT-Struktur die Arbeitsprozesse der Mitarbeiter unterstützen und - wo erforderlich - bauliche Maßnahmen den Komfort bei der Patientenunterbringung verbessern. Insgesamt, so der Vorstandsvorsitzende, werde auch für 2017 und die Folgejahre gelten: „Wir haben uns alle eine wirtschaftliche Konsolidierung des Klinikverbundes und gleichzeitige qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Region vorgenommen – und wir sind auf erfolgreichem Kurs.“

Pressemitteilung Kliniken Südostbayern AG - Klinikum Traunstein

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