Wochenlange Verzögerungen drohen

Klosterkirche: Probleme schon am zweiten Baustellentag

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Traunstein - Nach jahrelangen Debatten um das Millionenprojekt begannen am Montag die Bauarbeiten - doch nur einen Tag später kam es zu den ersten Problemen: Bei der Klosterkirchen-Sanierung drohen Verzögerungen.

In der Galerie neben der Klosterkirche, ebenfalls Teil des Sanierungsprojekts, wurden am Dienstag Schadstoffe gefunden. Oberbürgermeister Christian Kegel bestätigte auf Nachfrage, dass es wegen dieser Untersuchungsergebnisse zu Verzögerungen bei der Sanierung kommen könnte: "Wir reden von möglicherweise drei oder vier Wochen Verzögerung, aber nur bei den Bauarbeiten im Inneren der Galerie."

Verzögerung soll wieder aufgeholt werden

Im Laufe der Baumaßnahme - Ende 2018 sollen die Arbeiten am gesamten Klosterkirchen-Ensemble abgeschlossen sein - soll die Zeit aber wieder hereingeholt werden, so Kegel. Alle anderen Arbeiten gehen derweil planmäßig weiter: momentan Erdarbeiten und im Außenbereich der Galerie. 

So soll das Ensemble mit Foyeranbau später einmal aussehen.

Warum wusste man von den Schadstoffen nicht schon zuvor, während der jahrelangen Planungsphasen? "Gewisse Schadstoffe kann man erst dann finden, wenn die Abbrucharbeiten bereits begonnen haben - zum Beispiel wenn der Putz entfernt wird. Manches kann man davor nicht feststellen", so Christian Kegel. Außerdem sei es nichts Ungewöhnliches, dass auch während laufender Baumaßnahmen weiterhin Untersuchungen gemacht würden. 

Pünktlich zum Baubeginn muss sich die Stadt außerdem mit kleineren Rechtsstreitigkeiten mit einem Nachbarn befassen, wie wir berichteten. Eine Klage vor dem Verwaltungsgericht München zog der Nachbar dagegen zurück

Kostenanschlag konnte zuletzt etwas gesenkt werden

Noch Ende vergangenen Jahres ging man von Gesamtkosten in Höhe von 8,8 Millionen Euro aus, die in Sanierung und Erweiterung gesteckt werden müssen. Nachdem knapp die Hälfte der Arbeiten aber an die Handwerksbetriebe vergeben wurden, konnten die Kosten etwas nach unten korrigiert werden: Mitte Februar lag der Kostenanschlag bei 8,4 Millionen Euro Gesamtkosten, etwa 4,3 Millionen davon kommen aus der Städtebauförderung des Freistaates.

xe

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