Knapp ein Jahr nach dem Bürgerentscheid

So sieht der Kompromiss zur Güterhalle aus

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Traunstein - Eine Bürgerinitiative wollte sie abreißen lassen, die Stadt wollte dort das Jugendzentrum sehen: Nun gibt es zumindest einen Kompromiss zur Zukunft der Güterhalle.

Seit Monaten herrscht bei der Umsetzung des Bürgerentscheids vom April 2016 Stillstand: Die Stadt hat nach wie vor keine Fläche im Bahnhofsareal gefunden, um dort ein neues Jugendzentrum bauen zu können - so wie es die Initiatoren des Bürgerentscheids forderten. In der Stadtratssitzung am Donnerstag verkündete Oberbürgermeister Christian Kegel einen "politischen Kompromiss ohne rechtliche Grundlage", auf den sich die Arbeitsgruppe verständigte. 

Die wesentlichen Inhalte des Kompromisses

  • Die Stadt wird die Güterhalle nicht sanieren
  • Die Stadt wird dort kein Jugendzentrum einrichten
  • Ob der Jugendtreff in den derzeitigen Übergangsräumen im "CappuVino" am Rathausinnenhof bleibt, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden
  • Die Zukunft der Güterhalle soll im Zuge der Gestaltung des Areals "Bahnhof-West" entschieden werden
  • Möglich wären der Verkauf an einen Investor oder ein Abriss inklusive Verlegung der Güterhallenstraße.

Damit ist klar, dass die Stadt ihre alten Pläne zum Jugendzentrum in der Güterhalle nicht mehr aus der Schublade holen wird - denn theoretisch wäre dies ab April wieder denkbar gewesen, wenn die Bindefrist an den Bürgerentscheid nach einem Jahr wieder entfällt. Als weiterer Alternativstandort für den Jugendzentrum-Standort wurde von der UW-Fraktion in der Vergangenheit auch bereits das Kulturzentrum am Stadtpark genannt.

Fotos: Ein Blick in die Güterhalle

Was ein Abbruch der Güterhalle kosten könnte, dazu legte die Stadt bereits im November zahlen vor: Oberbürgermeister Kegel rechnete mit "rund 500.000 Euro" für die Gesamt-Maßnahme - 100.000 Euro davon fallen auf den reinen Abbruch, die Versetzung eines Oberleitungsmastens der Bahn, die dazu nötig ist, würde weitere 360.000 Euro kosten. 

xe

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