Landesgartenschau-Konzept auf dem Prüfstand

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Oberbürgermeister Manfred Kösterke.
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Traunstein - Das Konzept der Kreisstadt für die Ausrichtung der Landesgartenschau steht. Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung der Kommission. Wie sie die Ideen der Stadt beurteilte:

Die Kommission zur Vergabe der Landesgartenschau 2022 war an diesem Freitag zu Gast in Traunstein, um sich das Konzept der Kreisstadt einmal aus der Nähe anzusehen. Doch vorher präsentierte Landschafts-Architektin Andrea Gebhard ausführlich die Eckpfeiler der Bewerbung: Dem Konzept zufolge soll im Auwald ein Feenwald entstehen, mit punktuellen Zugängen zur Traun. Am Triftweg entlang sollen neue Grünflächen geschaffen und mit Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten ausgestattet werden. Zudem gibt es Pläne für ein Flusstheater an der Traun und die Chiemgauhalle, die derzeit für Viehauktionen genutzt wird, soll zur Ausstellungshalle werden. Der Gewerbebetrieb auf der Salzmanninsel soll verlagert werden, so dass dort Grünflächen entwickelt werden können.

Besonders umfangreich sehen die Planungen für den Karl-Theodor-Platz aus. Oberbürgermeister Manfred Kösterke: "Wir wollen zumindest die Hälfte der Parkplätze unter die Erde bringen und obendrauf eine Parkanlage mit Grünflächen und Sitzmöglichkeiten schaffen." Mit der Entwicklung dieses Konzeptes für den Karl-Theodor-Platz stehe man aber noch am Anfang.

LGS-Kommission in Traunstein

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Die Salinengeschichte soll im Rahmen der Landesgartenschau in der Stadt selbst präsentiert werden. Dazu sollenhistorische Gebäude freigestellt und der Triftkanal freigelegt werden. Auch das Bahnhofsgelände nimmt einen großen Teil der Planungen ein. Hier soll ein Kompetenzzentrum für "Bauen in den Alpen" errichtet werden. Die Herzog-Friedrich-Straße soll durch eine Verschmälerung der Fahrbahn und breitere, Grün eingefasste Rad- und Fußwege etwas von ihrem "grünen Charakter" zurückbekommen. Und auch der Maxplatz soll wieder mehr Aufenthalts-Qualität erhalten. Auf den Verbindungsstraßen, zwischen den einzelnen Flächen und Ausstellungen der Landesgartenschau, sieht das Konzept neue Bepflanzungen vor. Der Parkplatz für die Besucher soll auf einer Wiese direkt an der Bundesstraße 306 eingerichtet werden.

Die Mitglieder der Kommission, allen voran Leiter Roland Albert, waren sichtlich beeindruckt von dem Konzept der Stadt Traunstein. Kritik gab es allerdings für die Idee der Stadt, das Parkplatz-Geländes an der Bundesstraße und den Grünstreifen neben der Traunwiese nur temporär anzumieten: "Das Gelände der Landesgartenschau sollte auch nach der Veranstaltung noch nachhaltig genutzt werden", so Albert.

Im Anschluss an die Konzept-Vorstellung konnten dann die Kommissions-Mitglieder das Gelände an der Traun und im Stadtgebiet genauer unter die Lupe nehmen. Eine Entscheidung, ob nun Traunstein oder die Mitbewerber-Stadt Sonthofen im Allgäu den Zuschlag bekommt, soll in den nächsten Wochen getroffen werden.

Hier die Bewerbungsunterlagen der Stadt Traunstein

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