Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Es hängt von vielen Faktoren ab

Kommt er in den Bundestag? Traunsteiner Konrad Baur auf CSU-Liste weit vorne dabei

Konrad Baur bei der CSU-Landesdelegiertenversammlung zur Bundestagswahl am Samstag (26. Juni) in Nürnberg.
+
Konrad Baur bei der CSU-Landesdelegiertenversammlung zur Bundestagswahl am Samstag (26. Juni) in Nürnberg. Wird am 26. September der nächste Bundestag gewählt, steht auch sein Name auf der Liste der Christsozialen.

Im nächsten Bundestag findet sich womöglich ein weiteres Gesicht aus der Region: Konrad Baur aus Traunstein hat nun einen aussichtsreichen Platz auf der CSU-Liste bekommen. Ob er es schafft, hängt aber von gleich mehreren Faktoren ab.

Traunstein - Seit Samstag dürfte Konrad Baur noch motivierter sein, sich im Wahlkampf für den Bundestag ins Zeug zu legen. Denn: Sollte seine CSU besonders stark abschneiden und mehr Sitze einfahren, als ihr über die Direktkandidaten in den Wahlkreisen ohnehin zustehen, kommen die Kandidaten der CSU-Landesliste zum Zug. Am Samstag wählten die Delegierten den Traunsteiner Konrad Baur dabei auf Platz 25 von 92. De facto steht Baur aber viel weiter oben.

Konrad Baur aus Traunstein auf CSU-Liste für Bundestagswahl 2021

Auf den ersten Blick ist es „nur“ der 25. Platz, aber „netto Platz vier“, so Konrad Baur im Gespräch mit chiemgau24.de. Platz vier deshalb, weil 21 Kandidaten vor Baur zusätzlich auch als Direktkandidaten in ihren jeweiligen Wahlkreisen antreten. Wie stark müsste die CSU also abschneiden, damit es auch der 33-Jährige nach Berlin schafft? „Das wäre spekulativ“, so Baur. Er stellt klar: „Bei den jetzigen Umfrageergebnissen für die CSU kommt keiner von der Liste rein. Da braucht man an Büromöbel für Berlin gar nicht denken.“ Laut jüngster Umfrage von voriger Woche würden 34 Prozent der Bayern bei der Bundestagswahl die CSU wählen. Aber Baur sieht seine Partei derzeit im Aufwind.

Wie war es bei den vorherigen Bundestagswahlen? 2017 holte die CSU knapp 39 Prozent in Bayern. Schon das war zu wenig, um noch Listenkandidaten nach Berlin zu schicken. Die 46 CSU-Abgeordneten wurden alle ausschließlich übers Direktmandat mit der Erststimme gewählt. Bei der Bundestagswahl 2013 zogen dank starkem CSU-Ergebnis dagegen auch elf Listenkandidaten ins Parlament. Doch damals wählte auch fast jeder Zweite in Bayern die Christsozialen.

Chancen auch als Nachrücker - oder wenn CSU Direktmandate verliert

Doch so einfach muss die Rechnung nicht sein. Denn bei der Wahl 2017 gewann die CSU ausnahmslos alle Direktmandate in Bayern. Sollte das heuer nicht der Fall sein - auch bei den letzten Landtagswahlen schaffte die CSU das schon nicht mehr - rücken die Listenkandidaten wieder mehr in den Vordergrund. „Außerdem ist es natürlich möglich, im Laufe der vierjährigen Legislaturperiode auch als Nachrücker in den Bundestag zu kommen“, so Konrad Baur. Einzelne Kandidaten nach oben zu wählen, wie zum Beispiel bei den Kommunalwahlen, ist bei der Bundestagswahl nicht möglich.

Momentan arbeitet Baur als Projektmanager in einer Rosenheimer Digitalagentur und ist Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Traunsteiner Stadtrat. „Mein Stadtratsmandat würde ich so lange wie möglich behalten wollen. Mit den neuen Möglichkeiten für Hybridsitzungen könnte das auch klappen.“ Wegen seines Hintergrunds als Wasserkraftbetreiber in Traunstein sähe Baur seine sachlichen Schwerpunkte in den Themenfeldern Klima, Energie, Umwelt und Landwirtschaft.

Ramsauers Nachfolger als CSU-Direktkandidat?

Bringt sich Baur da schon als möglicher Nachfolger von Peter Ramsauer für die Wahlen 2025 in Position? Ramsauer ist bereits seit 1990 Inhaber des Direktmandats für den Wahlkreis Traunstein und wurde auch heuer wieder von der CSU nominiert. „Einen Automatismus gibt es da nicht“, so Baur. Außerdem habe Ramsauer ja auch noch lange nicht aufgehört. Aber mit der Listenkandidatur wollte Baur auch ein Zeichen setzen - „falls man mir bei späteren Bundestagswahlen die Direktkandidatur zutraut, würde ich mich nicht betteln lassen.

xe

Kommentare