Vorstellung der Grünen Kandidatinnen und Kandidaten

"Ich will Oberbürgermeisterin in Traunstein werden"

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Mehr Frauen als Männer finden sich auf der Kandidaten-Liste der Grünen für den Traunsteiner Stadtrat. Im Bild von links: Mina Himmelstoß, Burgi Mörtl-Körner (Oberbürgermeister-Kandidatin), Helga Mandl, Martina Wenta und Katharina Stadler.

Traunstein - Die Oberbürgermeister-Kandidatin der Grünen Burgi Mörtl-Körner und viele Kandidaten für den neuen Stadtrat stellten sich den Bürgern vor.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Die Oberbürgermeister-Kandidatin der Grünen Burgi Mörtl-Körner und viele Kandidaten für den neuen Stadtrat stellten sich im Saal des Hofbräu-Stüberls den Bürgern vor.


In ihrer Rede machte Burgi Mörtl-Körner ganz deutlich:"Ich will Oberbürgermeisterin werden". Sie habe von allen aktuellen OB-Kandidaten die längste politische Erfahrung, durch mittlerweile 24 Jahre politische Arbeit als Kreisrätin im Traunsteiner Kreistag. Sie machte aber auch deutlich, dass ein Oberbürgermeister oder eine Oberbürgermeisterin alleine nicht viel ausrichten kann. "Die Mehrheit im Stadtrat entscheidet", sagte sie und weiter: "Nicht nur im Stadtrat, sondern überall in der Gesellschaft ist mir ein faires Miteinander wichtig."

Stadtrat Wilfried Schott (Listenplatz 2), der den Arbeitskreis "Verkehr" in Traunstein mit-initiiert hat, fiel auf, dass "zur Wahl alle anderen Parteien das Thema Radfahren entdeckt haben". Auch ist Schott Partnerstadt-Referent und er berichtete, wie wichtig er es finde, dass gerade jetzt "die persönlichen Kontakte in unsere englische Partnerstadt Haywards Heath aufrechterhalten werden."


Helga Mandl (Platz 3), die 2016 den gewonnenen Bürgerentscheid gegen die Landesgartenschau maßgebend initiiert hatte, erinnerte sich: "Die Traunsteiner haben sich damals engagiert, um ein Projekt, das die Stadt viele Millionen gekostet hätte zu verhindern" Sie will, dass sich Bürger bei wichtigen Themen von Anfang an einbringen können.

Stadtrat und Jugendreferent Thomas Stadler (Platz 4) erzählte, dass der Streetworker, der jetzt beschlossen wurde, ursprünglich von ihm gefordert worden war.Für ihn ist auch die Ortsteilentwicklung in Kammer und Rettenbach ein Anliegen, ebenso die Weiterentwicklung der "Fair-Trade-Stadt Traunstein"

Mina Himmelstoß (Platz 5) wohnt in der unteren Stadt und will sich dafür einsetzen, dass dort nicht noch mehr Läden und Geschäfte für immer schließen. "Die untere Stadt war früher ein florierender Fleck", sagte sie. Auch fordert sie für den Jugendbeirat ein Rede- und Antragsrecht im Stadtrat.

Patrick Nepper (Platz 6) möchte, dass Traunstein bis 2026 zur Fahrradstadt wird. Auch will er den öffentlichen Nahverkehr verbessern und in Traunstein "geteilte Verkehrsräume" schaffen, in denen Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gleichberechtigt sind.

Martina Wenta (Platz 7) möchte eine echte Ferienbetreuung für die Traunsteiner Kinder: "Selbst wenn beide Elternteile je 30 Tage Urlaub haben und nicht gleichzeitig frei nehmen, genügt der Urlaub nicht, um 61 Schulferientage abzudecken".

Wolfgang Wörner (Platz 8) wird sich weiterhin für das Naherholungsgebiet Haidforst und die seltenen Tiere, die dort leben, einsetzen: "Dieser Wald darf einfach nicht für ein weiteres Gewerbegebiet geopfert werden", so seine feste Ansicht.

Katharina Stadler (Platz 11) und Ines Nachtnebel (Platz 23) wünschen sich eine grünere Stadt. Stadler: "Unsere Stadtgärtner sollen in Zukunft bitte nicht nur schöne, sondern auch bienenfreundliche Blumen anpflanzen".

Günter Fembacher (Platz 14) ist nicht einverstanden mit der Entwicklung in Traunstein, die auf immer mehr Wachstum basiert und er sagte:"Wir müssen alle generell unsere Einstellung ".

Schließlich wollen sich Hedwig Amann (Platz 21) und Thomas Lang-Nachtnebel (Platz 20) für ein breites Kulturangebot in Traunstein einsetzen und Mario Peuser (Platz 22) möchte endlich ein echtes Jugendzentrum realisiert haben.

Dies war im Anschluss ein großer Diskussionspunkt.Viele Anwesende erinnerten sich an das ehemalige Jugendzentrum, wo heute das Ärztehaus steht. Jugendreferent Thomas Stadler: Wir hätten mit der Güterhalle ein ideales Jugendzentrum gehabt; die Jugendlichen brauchen keinen schicken Neubau, sondern eine 'Hülle', in der sie sich verwirklichen können," so seine Meinung.

Dann beklagte eine Besucherin, dass es in Traunstein jeden Abend mehrere interessante Veranstaltungen gibt, aber diese von der Stadt nicht pro-aktiv kommuniziert werden.Dazu sagte Helga Mandl, dass sie unsere Stadt digitaler gestalten wolle, mit einer Plattform, in der alle Informationen zu finden sind, von Veranstaltungshinweisen über Einkaufsmöglichkeiten und Öffnungszeiten bis hin zu einem Parkleitsystem.

"Ich finde es schrecklich, wie es einem am Stadtplatz das Hirn rausschüttelt", sagte Hiltrud Neuhauser. Sie und auch Gerhard Wänke fordern viel mehr Barrierefreiheit. Burgi Mörtl-Körner sagte hierauf, dass die Grüne Stadtratsfraktion überhaupt nicht einverstanden ist, dass das neue Blindenleitsystem vom Bahnhof zum Maxplatz über die Ludwigstraße geführt werden soll: "Uns wäre ein auch für Blinde barrierefreier Weg über die Bahnhofstraße viel lieber gewesen", so die OB-Kandidatin.

Pressemitteilung Bündins 90/Die Grünen Traunstein

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