Neue Liste will in den Stadtrat

Ganz neue Ideen der "Initiative": So soll Traunstein "hipper" werden

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Georg Osenstätter (links) und Florian Fraunhofer. Sie kandidieren auf den Plätzen 1 und 3 der "Initiative Traunstein" für die Stadtratswahl. 

Traunstein - Sie machen die ersten kommunalpolitischen Schritte, doch die Vorschläge sind umso frischer: Beim Themenabend zum Bildungs-Campus zeigte die "Initiative Traunstein", wie die Stadt "hipper" werden soll.

Florian Fraunhofer brachte es auf den Punkt: "Traunstein muss hipper werden", spätestens wenn durch den Bildungs-Campus das Studentenleben in die Große Kreisstadt kommt. Fraunhofer steht als Stadtratskandidat auf Platz 3 der "Initiative Traunstein" zur Wahl, die erstmals antritt. Am Donnerstag präsentierte die "Initiative" im Hofbräustüberl ihre Ideen für Traunstein - vieles davon hat man so bisher noch nicht gehört. 


Beach-Bar auf der Salzmanninsel, Fußgängerbrücke über Bahngleise

Die Salzmanninsel wäre der perfekte Ort für eine Gastronomie mit Biergartenbetrieb und Beach-Bar, schlug etwa Stadtratskandidat Rudolf Deckert vor: "Ein Teil der alten Hallen könnte ein Proberaum für Bands werden, sowas gibt es in Traunstein noch nicht." Bei der Stadtverwaltung laufen derzeit die ersten Überlegungen zur Zukunft der Salzmanninsel. Die Grünfläche am Maxplatz sollte außerdem - zulasten der Straße - erweitert und mit einem Café belebt werden. 

Traunstein müsse sich auf seine Zukunft als Universitätsstadt vorbereiten, so die "Initiative Traunstein". Umso mehr rücke das Bahnhofs- und Campusumfeld in den Blick: "Ein Lebensmittelgeschäft am Bahnhofsvorplatz wäre wieder gut", so Deckert. Außerdem schlägt er vor, die AKG-Turnhalle auch für die Studenten zu öffnen oder eine Fußgängerbrücke über die Bahngleise zu errichten. Und was die Surfer-Welle künftig im Sommer wird, könnte außerdem eine neue Kletterhalle für den Winter werden. 


Traunstein müsse sich fit für den Campus machen

"Für jeden zweiten Studenten in Deutschland ist bei der Wahl des Studienortes ausschlaggebend, ob die Stadt attraktiv ist. Für jeden Dritten spielt das Freizeitangebot eine große Rolle", so Florian Fraunhofer. Darauf müsse die nächsten beiden Jahre hingearbeitet werden. Laut Landratsamt sollen ab 2022 von der TH Rosenheim Vollzeitstudiengänge am Campus in Traunstein angeboten werden. Um seine Attraktivität zu steigern, könnte sich die Stadt eine Eventagentur ins Boot holen - nicht mal einen Imagefilm habe Traunstein auf seiner Homepage.

Die Traunsteiner Innenstadt drohe an Attraktivität zu verlieren, "und der Campus ist die Chance, das zu lösen", so Listenerster Georg Osenstätter. Die Wertschöpfung müsse in der Stadt gehalten werden, egal ob es um die Expansion eines Handwerksbetriebes gehe oder um die Gründung kleiner Start-Ups. Der Coworking-Space an der Bürgerwaldstraße sei schon ein gutes Beispiel, so Osenstätter.

xe

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