Kommunalwahl Bayern 2020: Oberbürgermeisterkandidat für Traunstein

18 Fragen an Christian Hümmer (UW/CSU)

Will in Traunstein Oberbürgermeister werden: Christian Hümmer (CSU/UW).
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Will in Traunstein Oberbürgermeister werden: Christian Hümmer (UW/CSU).

Traunstein - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Traunstein wird der Oberbürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Christian Hümmer (UW/CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Christian Hümmer


2. Partei

CSU/Unabhängige

3. Alter

38

4. Wohnort

Traunstein seit Geburt

5. Geburtsort

Traunstein

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

zwei

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Ich bin vor fast 20 Jahren in die Junge Union und in die CSU eingetreten. Ich kenne die Politik über alle Ebenen hinweg: Als JU-Ortsvorsitzender, Bezirksvorsitzender der Jungen Union Oberbayern und Mitglied im Landesvorstand der Jungen Union Bayern konnte ich viele Erfahrungen sammeln und ein großes Netzwerk knüpfen. Seit 2014 bin ich Stadtrat und Fraktionsvorsitzender im Transteiner Stadtrat.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

In der Traunsteiner Kommunalpolitik ist für mich das verbindende, fraktionsübergreifende Wesen von Alt-Oberbürgermeister Fritz Stahl Vorbild.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

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11. Warum sind Sie genau die Richtige?

Ich stehe für Leidenschaft, Fachkompetenz und einen klaren Plan für Traunstein. Ich habe die notwendige politische Erfahrung und bringe hohe Fachkompetenz mit, da ich Fachanwalt für Verwaltungsrecht bin. Aus meiner Beratungstätigkeit kenne ich sowohl die Sichtweisen der Bürger, der Unternehmen und der Verwaltungen gleichermaßen.

12 Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst, was wollen sie besser machen? 

Wir haben in den vergangenen Jahren zu vieles erlebt aus der Kategorie Pleiten, Pech und Pannen: Kostenexplosion bei der Klosterkirche, Ansiedlung des Rinderzuchtverbandes auf wertvollen Wohnbauflächen, Verdopplung des Schuldenstandes, das Ansiedlungsmodell in Traunstorf zieht sich schon über Jahre hin und viele Stadtratsbeschlüsse wurden schlicht und ergreifend nicht umgesetzt.Vieles ist gut gemeint. Aber nicht gscheid gemacht!

Von einem Oberbürgermeister warten die Menschen zurecht, dass er einen Plan hat: Wohin will ich mit der Stadt? Ich habe einen klaren Plan, einen TraunsteinPlan.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Diese Fragen fasse ich zusammen: Mein TraunsteinPlan lautet:

  1. Vorfahrt für Familien: Bei Kindern, Schulen und Bildung wird nicht gekürzt! Ich will bedarfsgerechte Öffnungszeiten, einen Ausbau der Ferienbetreuung und ein gesundes und frisches Mittagessen für unsere Kinder und Enkelkinder.
  2. Wohnen für alle Generationen wird zur Chefsache! Als Fachanwalt für Verwaltungsrecht bringe ich hierfür die besten Voraussetzungen mit. Ich will eine städtische Wohnungsbaugesellschaft gründen, um besser am Markt agieren zu können.
  3. Eine lebendige Innenstadt, die zu Fuß, mit dem Radl und dem Auto erreichbar und attraktiv ist, ist mir ein Herzensanliegen! Dafür müssen wir den Parksuchverkehr reduzieren. Ich will zentrumsnahe Parkmöglichkeiten und ein modernes Parkleitsystem. Und: Ja zum Parkhaus am Klosterberg.
  4. Ich will, dass Traunstein wieder Heimat fürs Handwerk und unsere mittelständischen Betriebe wird. Viel, zu viele Familienbetriebe sind in den letzten Jahren abgewandert.
  5. Ich werde es nicht zulassen, dass wir die Jahrhundertchance Bildungscampus verstreichen lassen! Die enge Partnerschaft zwischen Landrat Sigi Walch und mir ist der Garant dafür, dass der Bildungscampus ohne Wenn und Aber umgesetzt wird.
  6. Ich will eine Verkehrswende, die ein neues Miteinander schafft. Fahrradfahrer, Autofahrer und Fußgänger dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden! Ja ich will, dass Fahrradfahren in Traunstein sicherer wird! Besonders für unsere Kleinsten! Ich werde daher ein Sofortprogramm für sicheres Fahrradfahren vorlegen!

Die größte Herausforderung sehe ich beim Thema bezahlbares Wohnen. Wir brauchen deutlich schnellere Verfahren. Als Fachanwalt für Verwaltungsrecht werde ich mein gesamtes Fachwissen gerade in Abstimmung mit den Fachbehörden einbringen, damit wir zu schnelleren Verfahren kommen. Außerdem brauchen wir eine eigene städtische Wohnungsbaugesellschaft. Sie kann am Markt schneller und effizienter handeln und Bodenbevorratung betreiben, damit überhaupt Grundstücke für Wohnraum zur Verfügung haben. Ich werde mich stark dafür einsetzen, dass wir die enorme Preisstaffelung im Ansiedlungsmodell gerade bei städtischen Grundstücken wieder zurückdrehen und auf ein gesundes Maß kommen. Unsere Wohnformen müssen darüber hinaus innovativer werden. Ich habe hier bereits schon einiges angestoßen. Baugebiete müssen in Zukunft nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch Doppelhäuser, Reihenhäuser, Mehrfamilienhäuser und Mehrgenerationenhäuser umfassen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Klar ist: Dieses Thema hat inzwischen auf nahezu allen politischen Ebenen eine sehr große Bedeutung gewonnen. Aus Verantwortung für Natur und Umwelt möchte ich schonender mit unseren Flächen umgehen: Dienstleistungen, Behörden und Handel gehören in die Innenstadt, nicht auf die grüne Wiese! Mir ist auch wichtig, dass wir das Thema Fahrradfahren in Traunstein sicherer und attraktiver machen. Auch dies ist ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz. Darüber hinaus habe ich bereits ein Programm für energieeffizientes Bauen angestoßen. Dies werden wir den kommenden Jahren stetig ausbauen. Wichtig ist mir auch, dass wir bei allen städtischen Gebäuden die CO2 Bilanz deutlich verbessern

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Mir ist sehr wichtig, dass wir auf den Einkauf von hochwertigen regionalen Produkten achten. Dies gilt für mich privat ebenso wie für die Einkäufe der Stadt. Mir ist wichtig, dass wir immer mit den Landwirten im Gespräch bleiben und miteinander tragfähige Lösungen suchen. Durch meine politische Vernetzung kann ich bei allen Themen, die die heimischen Landwirte betreffen vermitteln.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Mir ist es sehr wichtig, dass Politik für alle Generationen zu machen. Mir sind die Belange der älteren Generation sehr wichtig. Dies betrifft das Thema Barrierefreiheit ebenso wie eine Weiterentwicklung des Rufbusses. Dieses Miteinander der Generationen gehört für mich ganz stark zu dem besonderen Traunsteiner Lebensgefühl. Im neuen Jahrzehnt brauchen wir ein ganz besonderes, neues Miteinander über alle Bevölkerungsschichten und Generationen hinweg! Beides wollen wir mit einem neuen Bürgerfest vereinen.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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