Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Traunstein

18 Fragen an Simon Steiner (Traunsteiner Liste)

Will in Traunstein Oberbürgermeister werden: Simon Steiner (Traunsteiner Liste).
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Will in Traunstein Oberbürgermeister werden: Simon Steiner (Traunsteiner Liste).

Traunstein - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Traunstein wird der Oberbürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Simon Steiner (Traunsteiner Liste).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Simon Steiner


2. Partei

Traunsteiner Liste

3. Alter

64

4. Wohnort

Traunstein, seit Geburt

5. Geburtsort

Traunstein

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

3

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Von 2011 bis 2014 im Traunsteiner Stadtrat.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier wegen seinen enormen Bemühungen für ein menschenwürdiges Zusammenleben. Sepp Daxenberger für seine politische geradlinigkeit bis zu seinem Lebensende.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Heimatverbundenheit. Standort von dem aus alle Schönheiten des Chiemgaus, insbesondere Berge und Seen, schnell erreichbar sind.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Weil mir das Bestreben nach Gleichwertigkeit von Ökonomie, Ökologie und Sozialem nicht nur vorschwebt, sondern ich auch meine, dies im Rahmen meiner Möglichkeiten umsetzen zu können. Aber entscheiden soll dies der Wähler. Das wird akzeptiert.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Verpasst wurde:

  • Installierung eines guten öffentlichen Stadtbussverkehrs. 
  • mehr städtische Immobilien mit erneuerbaren Energien zu betreiben. 
  • eine geordnete Finanzpolitik mit weniger Schulden hinzubringen. 
  • Flächensparende Wirtschaftspolitik zu betreiben. 

Besser machen will ich:

  • Installierung eines öffentlichen Stadtbussverkehr mit ½ stündigen Takt vom Bahnhof aus mit einer Süd-und Nordlinie. 
  • mehr städtische Immobilien mit erneuerbaren Energien zu betreiben. 
  • in der Finanzpolitik die sog. schwarze Null halten und nach und nach Schuldenabbau betreiben. 
  • Großflächige Verbauung von Wiesen, Äckern und Wäldern stoppen.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Die Verschuldung. Ich stehe dafür keine Neuverschuldung mehr zu machen und alle Pflichtleistungen wie bisher zu gewährleisten. Insbesondere nicht aufschiebbare Bauprojekte müssen kostengünstiger und professioneller, möglichst mit eigenen Kräften durchgeführt werden. Alle freiwilligen Leistungen müssen auf den Prüfstand.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

  1. Traunstein soll eine nachhaltige zukunftsfähige und klimaneutrale Stadt werden. Alle Entscheidungen des Stadtrates werden in Zukunft auf Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit geprüft. 
  2. Installierung eines öffentlichen Stadtbussverkehrs im ½ stündlichen Takt vom Bahnhof aus mit einer Nord-und Südlinie. 
  3. Großflächiges Verbauen auf der grünen Wiese, Äcker und Wälder wird unterlassen.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Momentan werden sehr viele Wohnungen gebaut bzw. sind in Planung. Auch bezahlbarer Wohnraum im sog. Ansiedlungsmodell ist vorhanden. Sozialwohnungsbau ist ebenfalls erst vor kurzem von der Stadt erstellt worden und wird z.Z. von privater Seite gebaut. Trotzdem muß insbesondere die Stadt den Sozialwohnungsbau vorantreiben soweit es die finanziellen Möglichkeiten zulassen. Ein Instrument dazu wäre z.B. die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft im Vorbild des Landkreises.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Der Klimaschutz ist mir extrem wichtig. Als aktiver Biobauer spüre ich das sich drastischverändernde Klima direkt. Somit sehe ich uns alle in der Pflicht, schon allein unseren Kindern gegenüber. Traunstein soll eine nachhaltige, zukunftsfähige und klimaneutrale Stadt werden. Alle Entscheidungen des Stadtrates werden in Zukunft auf Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit geprüft. Dazu gehört z.B. der komplette Umbau aller Immobilien der Stadt auf alternative Energien und ökologischer Wärmedämmung. Dies soll je nach Finanzlage und Priorität nach und nach erfolgen.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Dazu stehe ich gemischt. Zum einen weil mich als Biobauer sowohl das Volksbegehren als auch die neue Düngeverordnung wenig belastet, weil bei meiner Wirtschaftsweise viel gefordertes von Haus selbstverständlich ist. Zum anderen verstehe ich insbesondere die konventionellen Berufskollegen in ihrem Ärger, weil sie Ihre Arbeit nach offizieller staatlicher Ausbildung korrekt machen. Und auf einmal wären zahlreiche Tätigkeiten mit Verboten und Einschränkungen belegt. Meiner Meinung nach müßten diese Verbote und Einschränkungen, was ja dann als eine Leistung des Allgemeinwohls angesehen wird, wenigstens vom Staat voll finanziell ausgeglichen werden, weil diese Einschränkungen auch teilweise zu einer erheblichen Wirtschaftseinbuße für den betreffenden Landwirt führt. Zum anderen sollte der Staat bei den allgemeinen Förderprogrammen eine viel größere Spreizung zugunsten ökologischer Betriebe machen, um mehr konventionelle Betriebe zum Umstellen zu bewegen und somit dem Ziel des Volksbegehrens automatisch viel näher zu kommen. Der Steuerzahler würde dadurch entlastet werden.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Bei mir ist die Lösung eines Problems nicht schon deshalb schlecht, nur weil es vom politischen Gegner kommt. Deshalb ist das Zugehen auf andere Gruppierungen unabdingbar. Es darf aber keine schlechten Kompromisse geben, sondern die eigene Grundeinstellung muß sichtbar bleiben.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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