Kommunalwahlen im Landkreis Traunstein

Amtswechsel und Stichwahlen: Die Reaktionen

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Stichwahl in Traunstein: Christian Kegel (Links) tritt gegen den amtierenden Oberbürgermeister Manfred Kösterke bei der Stichwahl an.
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Landkreis - Die Kommunalwahlen im Landkreis Traunstein haben am Sonntagabend einige überraschende Ergebnisse mit sich gebracht: Wir haben die Interessantesten für Sie zusammengefasst:

Johann Egger im Interview:

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In Inzell und Marquartstein wurde der amtierende Bürgermeister abgewählt. Martin Hobmaier (CSU) bekam

von den Inzeller Bürgern lediglich 37,97 Prozent der Stimmen und musste sich Johann Egger (Bürger für Inzell), der 62,03 Prozent erhielt, geschlagen geben. "Von dem deutlichen Ergebnis bin ich absolut überrascht", so Egger. Als einen ausschlaggebenden Punkt für die Entscheidung der Wähler sehe er die Olympia-Bewerbung: "Informationsmäßig ist da manches ein wenig schiefgelaufen. Da waren doch relativ viele Inzeller enttäuscht."

Auch in Marquartstein wurde der amtierende Bürgermeister Andreas Dögerl (CSU/Freie Bürger Marquartstein) mit 40,88 Prozent der Stimmen abgewählt. Für ihn übernimmt Andreas Scheck (Bürger für Marquartstein), der 59,12 Prozent erhielt.

Fünf Stichwahlen im Landkreis:

Benno Graf im Interview:

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In Bergen, Chieming, Traunreut und Traunstein müssen die Wähler am Sonntag in zwei Wochen erneut an die Urnen. Im ersten Durchgang konnte keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit der Stimmen erreichen. Benno Graf (Unabhängige Wähler Chieming), der mit 36,76 Prozent in einer Stichwahl nun gegen Sebastian Heller (Die Grünen) antreten muss, hätte selbst nicht mit dem Ergebnis gerechnet: "Ich war schon etwas überrascht. Ich hätte gehofft, dass ich beim ersten Mal durchkomme. Aber das ist nicht der Fall gewesen."

Bilder aus dem Traunsteiner Rathaus

Kommunalwahl im Rathaus Traunstein

Manfred Kösterke im Interview:

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Auch in der Kreisstadt wird es am 30. März nochmal spannend: Hier tritt der amtierende Oberbürgermeister ManfredKösterke (UW) gegen Christian Kegel von der SPD an. "Dass es gleich beim ersten Durchgang durchgehen hätte können, war ohnehin eher zweifelhaft, bei fünf Bewerbern." Mit seinen 41,07 Prozent sei er aber durchaus zufrieden. Und auch Kegel ist von seinen 23,36 Prozent der Stimmen positiv überrascht. "Das durfte ich so nicht erwarten, aber es ist ein großartiges Ergebnis für mich." Beide Kandidaten fanden aber auch sehr deutliche Worte zur schlechten Wahlbeteiligung. Kegel: "50 Prozent bei einer Kommunalwahl sind fast schon eine Schande, muss ich ganz ehrlich sagen." Kösterke schloss sich der Meinung an: "Gerade bei der Kommunalwahl ist der Bürger am nächsten dran und kann am meisten bewirken. Und wenn er sich da nicht beteiligt, ist das für mich völlig unverständlich."

Wahlparty der CSU in Seebruck

CSU-Wahlparty in Seebruck

Franz Parzinger im Interview:

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In Traunreut bekommt es der amtierende Bürgermeister Franz Parzinger (CSU) bei der Stichwahl mit Klaus Ritter (Freie Wähler Traunreut e.V.) zu tun. "Das Ergebnis mit über 38 Prozent stimmt mich sehr zuversichtlich", so Parzinger. Dass Klaus Ritter mit 25,71 Prozent der Stimmen sein schärfster Verfolger sein wird, hätte er im Vorfeld nicht unbedingt erwartet. "Es ist schwer vorherzusagen, wer der Gegenkandidat in der Stichwahl ist. Ich hätte mir auch vorstellen können, dass es ein anderer ist." Er wolle jetzt aber nochmal einen intensiven Wahlkampf in den nächsten zwei Wochen führen.

Stefan Schneider im Interview:

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Bei der Stichwahl in Bergen stehen sich am 30. März Stefan Schneider (Die Grünen) und Josef Schweiger (SPD/Freie Wählergemeinschaft) gegenüber. Schneider hatte beim ersten Wahlgang mit 37,29 Prozent der Stimmen bereits einen leichten Vorsprung gegenüber seinem Mitstreiter, der 23,25 Prozent erhielt.

Alle weiteren Ergebnisse der Kommunalwahlen finden Sie unter www.chiemgau24.de/chiemgau/kommunalwahlen/

Stichwahl bei den Landrats-Kandidaten:

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