Kopf einer Schleuserbande verurteilt

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Traunstein - Dreieinhalb Jahre Haft warten auf einen Iraker, der als Kopf einer Schleuserbande gilt. Vielleicht geht es für ihn aber noch wesentlich länger hinter schwedische Gardinen:

Das Traunsteiner Landgericht hat am Dienstag, 30. September, den Hintermann einer Schleuserbande zu einer beträchtlichen Freiheitsstrafe verurteilt. Dem Angeklagten wurde banden- und gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern in insgesamt sechs Fällen vorgeworfen. Da der 48-jährige Iraker sowohl bei Gericht, als auch während des Ermittlungsverfahrens durch die Rosenheimer Bundespolizei geständig war, blieben ihm die ursprünglich von der Staatsanwaltschaft geforderten fünf Jahre Haft erspart. Der Richter verhängte eine dreieinhalbjährige Freiheitsstrafe.

Dem Urteilsspruch gingen umfassende Ermittlungen der Bundespolizei voran. Unter anderem wurden mehrere Wohnungen in Verona, dem Wohnort des irakischen Staatsangehörigen, durchsucht. Schließlich konnte der 48-Jährige durch die italienische Polizei festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert werden. In Italien hatte er bereits von 2009 bis 2010 eine knapp einjährige Haftstrafe wegen Schleuserhandlungen verbüßt. Diese hatte offenbar wenig Eindruck hinterlassen. Auch in Deutschland wurde ihm wegen seiner kriminellen Machenschaften bereits eine Bewährungsstrafe auferlegt. Weil die Bewährungszeit noch nicht abgelaufen war, wird der nun erneut Verurteilte im Anschluss an die heuer verhängte Gefängnisstrafe voraussichtlich weitere 18 Monate  hinter Gittern bleiben müssen. Offensichtlich hat er sich nicht bewährt.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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