Kriminalstatistik 2013

Gewalt, Drogen und Einbrüche in Traunstein

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Traunstein - Die Polizei hat an diesem Donnerstag ihre Kriminalstatistik für das vergangenen Jahr vorgestellt. Wie sicher Traunstein wirklich ist, erfahren Sie hier:

Der Dienststellenleiter der Traunsteiner Polizei, Rainer Wolf, präsentierte mit seinem Stellvertreter Maximilian Lex, am Donnerstag dem Hauptausschuss die Kriminalstatistik 2013 für das Stadtgebiet. Bereits vorab meinte Wolf: "Es gibt keine Überraschungen, nur ein paar Veränderungen gegenüber dem Vorjahr." Und so sicher ist Traunstein:

Insgesamt wurden im Stadtgebiet im vergangenen Jahr 1591 Straftaten begangen - lediglich 13 mehr als noch 2012. Die Aufklärungsquote lag bei 64,8 Prozent. Das Bedeutet, es konnten 847 Tatverdächtige ermittelt werden. 194 davon waren jünger als 21 Jahre. Wolf: "Somit waren insgesamt 22 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen Kinder, Jugendliche oder Heranwachsende unter 21 Jahren." Die Verbrechen unter den Jugendlichen spielten sich hauptsächlich in den Bereichen Körperverletzung (51 Tatverdächtige) und Betäubungsmittel (45 Tatverdächtige) ab.

Diebstähle

Bei den Diebstahls-Delikten konnte die Traunsteiner Polizei einen Rückgang verzeichnen: 2013 gab es 20 Ladendiebstähle weniger als im Jahr zuvor. Auch die Fahrraddiebstähle und Wohnungseinbrüche gingen zurück. "In Traunstein gab es insgesamt nur vier Wohnungseinbrüche zu verzeichnen. Leider konnte in keinem der Fälle ein Täter ermittelt werden." Auch wenn oft von kriminellen Banden aus dem Ausland die Rede sei, so kämen die Täter dabei doch meisten aus der Gegend. Häufig handle es sich dabei um Beschaffungskriminalität: Die Täter seien auf Geld aus, um davon Rauschgift zu kaufen, erklärte der Dienststellenleiter.

Rohheits-Delikte

Insgesamt wurden in diesem Bereich 253 Straftaten begangen; darunter 59 Fälle von gefährlicher oder schwerer Körperverletzung. Dies entspricht einem Rückgang von 8,3 Prozent gegenüber 2012. "In Traunstein gehen viele Leute abends weg. Dabei kommt es auch mal zu der einen oder anderen Auseinandersetzung", so Wolf. "Das zeigt sich auch am Wochentags-Vergleich: Die meisten Gewalt-Delikte wurden am Wochenende begangen."

Die Anzahl der begangenen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung erhöhte sich von acht Fällen im Jahr 2012 auf 37 Fälle im Jahr 2013. Ein starker Anstieg ist hier vor allem bei der Verbreitung pornographischer Schriften von drei Fällen im Jahr 2012 auf 27 Fälle im Jahr 2013 zu verzeichnen.

Betrugs-Delikte

Hier konnte die Polizei einen deutlichen Rückgang verzeichnen: Mit 159 Straftaten waren es insgesamt 55 weniger als noch 2012. Eine immer größere Rolle spielen dabei die Delikte Warenbetrug und Warenkreditbetrug, die hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Internet begangen werden. "Der Tatort 'Internet' macht uns sehr viel Arbeit und Probleme, da die Aufklärungsquote hier gegen 0 tendiert." Grund dafür: der Sitz des Täters und somit der Tatort befinde sich oftmals im gesamten Bundesgebiet oder im Ausland.

Eine Steigerung war bei den Sachbeschädigungen zu verzeichnen. Im Jahr 2013 mussten insgesamt 210 Sachbeschädigungen registriert werden, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 36 Fällen oder 20,7 Prozent entspricht.

Rauschgift-Delikte

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität wurden insgesamt 156 Fälle bekannt. Dies entspricht im Vergleich zum Jahr 2012 einem Anstieg von 50 Fällen. Wolf: "Dieser Zuwachs lässt sich hauptsächlich mit Schwerpunktaktion erklären, die zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität durchgeführt wurde." Bei den festgestellten Drogen habe es sich überwiegend um kleinere Mengen gehandelt. "Diese wurden sowohl bei polizeilichen Kontrollen als auch im Rahmen von durchgeführten Anschlussermittlungen festgestellt."

Rubriklistenbild: © dpa

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