Kandidat Ralph Joerger stellt sich vor

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Ralph Joerger (Traunsteiner Liste).
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Traunstein - Zusammen mit einigen Stadträten hat Ralph Joerger 2007 die Traunsteiner Liste gegründet. Nun tritt der 49-Jährige als Oberbürgermeister-Kandidat in der Kreisstadt an.

Ralph Joerger ist 49 Jahre alt, gebürtiger Münchner, verheiratet und hat zwei Kinder. Seit rund zehn Jahren wohnt der Kandidat der Traunsteiner Liste (TSL) in Traunstein, ist von Beruf Physiker und arbeite bei der Firma Heidenhain in Traunreut.

Beruflicher Werdegang

Einer seiner Hauptschwerpunkte sind die regenerativen Energien. "Ich habe in Freiburg im Breisgau Physik studiert und war dann sieben Jahre beim Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg beschäftigt." Danach war Joerger vier Jahre mit einem EU Forschungsprojekt am Ångström-Labor in Uppsala in Schweden betreut, bevor er 2001 zur Dr. Johannes Heidenhain GmbH nach Trauneut wechselte.

Politischer Werdegang

Politisch engagiert ist Joerger seit den 80er Jahren. "Damals war ich Mitglied bei den Grünen und habe auch mehrere Male bei Gemeinderatswahlen kandidiert. Ich war aktiv in der Anti-Atom- und in der Friedensbewegung."

2007 wurde er dann kurzfristig Sprecher der Ortsgruppe von Bündnis90/Die Grünen in Traunstein. "Ich habe dann aber gemerkt, dass eine sachbezogene, konstruktive und kompromissorientierte Arbeit auf kommunaler Ebene viel effektive ohne Parteizwänge und -abhängigkeiten möglich ist." Zusammen mit den damaligen Grünen Stadträten Robert Gastager und Wolfgang Schrag und einigen weiteren gründete der 49-Jährige daraufhin die Traunsteiner Liste, deren Vorsitzender er seit 2007 ist. "2012 war ich Gründungsmitglied und bin nun Beisitzer im Aktionsbündnis für Bürgerwindräder, das sich für den Bau von Bürgerwindrädern in der Region einsetzt."

Schwerpunkte seiner Kandidatur

Parteiunabhängigkeit sei für ihn eine wesentliche Voraussetzung für das Amt des Oberbürgermeisters, so Joerger. "Die Verwaltung der Stadt und der Vorsitz im Stadtrat sollte ohne jegliche Verflechtungen in die Landes- und Bundespolitik, rein sachbezogen auf die Belange Traunsteins geleitet werden."

Darüber hinaus macht er sich stark für mehr Transparenz und eine frühzeitige Bürgerbeteiligung. "Wir brauchen deutlich mehr Transparenz in der Stadtratsarbeit. Bei weitreichenden Entscheidungen, wie beispielsweise bei der Renovierung der Klosterkirche und dem Pausenhof der Ludwig-Thoma Grundschule oder auch der Ausweisung von Gewerbegebieten, oder der Planung einer TVT Sport-Halle müssen die Bürger wesentlich frühzeitiger mit einbezogen werden."

Der dritte Schwerpunkt seiner Politik ist eine dezentralen Energieversorgung für Traunstein. "Ich unterstütze das Ziel des Landkreises, unseren Strombedarf bis zum Jahr 2020 zu 100 Prozent aus eigenen regenerativen Quellen zu decken." Dieses Ziel sei nicht unrealistisch, so Joerger. "Bereits jetzt decken wir 75 Prozent regenerativ." Allerdings gebe es im Landkreis große regionale Unterschiede. Die Stadt Traunstein habe da einen großen Nachholbedarf.

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