Urteil zu Bluttat in Siegsdorf

Mutter Messer in den Hals gerammt: Angeklagter muss in Psychiatrie

Traunstein/Siegsdorf - Der Angeklagte leidet unter Wahnvorstellungen: Im Mai 2019 soll er nach einem Krankheitsschub seiner Mutter ein Messer in den Hals gerammt haben. Ein 22-Jähriger steht deshalb vor Gericht.

Update, 18. Dezember: Urteil - Unterbringung in Psychiatrie angeordnet

Der 22-jährige Angeklagte wurde vom Landgericht Traunstein wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt, wie bayernwelle.de berichtet. Wegen einer psychischen Erkrankung gilt der Mann aber als schuldunfähig. Eine Unterbringung in eine psychiatrische Einrichtung wurde vom Gericht angeordnet.


Erstmeldung, 17. Dezember: Mutter in Siegsdorf Messer in Hals gerammt?

Am Nachmittag des 26. Mai seien sie einfach auf der Couch im Wohnzimmer gesessen, doch dann entwickelte sich beim 22-jährigen Siegsdorfer ein Krankheitsschub mit Wahnvorstellungen. Er habe geglaubt, dass der Teufel in seine Mutter gefahren sei, so die Staatsanwaltschaft. Mit einem Küchenmesser in der Hand soll er seine Mutter verfolgt und ihr dann das Messer in den Hals gestochen haben

"Ich muss Dich umbringen", soll der 22-Jährige gesagt haben, als er mutmaßlich das Messer in der Wunde umdrehte. Der Beschuldigte sei dann unter Schock gestanden, die Mutter konnte zu einer Nachbarin flüchten. Wegen der Wahnvorstellungen habe der junge Mann das Unrecht aber nicht einsehen können, so die Staatsanwaltschaft. Wegen versuchten Mordes ist er angeklagt, aber er handelte wohl im Zustand der Schuldunfähigkeit


Am 17. Dezember wird ab 9 Uhr vor dem Landgericht Traunstein verhandelt, ein Urteil soll am 23. Dezember fallen.

xe

Rubriklistenbild: © Fotomontage dpa

Kommentare