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Corona kann die „rote Ideenschmiede“ nicht bremsen!

Fachbereichsarbeit der Feuerwehren mit viel Tempo – Online war einiges möglich

Hochleistungspumpen bereits mehrfach gefordert. Corona hat vieles verzögert oder zum Erliegen gebracht. Nicht so bei den heimischen Feuerwehren. Aus der Fachbereichsarbeit des Kreisfeuerwehrverbandes sind zahllose Ideen entstanden oder umgesetzt worden. In einer Online-Sitzung haben nun die Verantwortlichen nun alles zusammengetragen und ausgewertet.
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Hochleistungspumpen bereits mehrfach gefordert. Corona hat vieles verzögert oder zum Erliegen gebracht. Nicht so bei den heimischen Feuerwehren. Aus der Fachbereichsarbeit des Kreisfeuerwehrverbandes sind zahllose Ideen entstanden oder umgesetzt worden. In einer Online-Sitzung haben nun die Verantwortlichen nun alles zusammengetragen und ausgewertet.

In einer gemeinsamen Onlinekonferenz zogen alle Fachbereichsleiter der heimischen Feuerwehren im Kreisfeuerwehrverband Traunstein Bilanz. „Ich hätte mir nie im Leben gedacht, dass wir so viel vorantreiben können“, so das Fazit des Koordinators Martin Schupfner am Ende der Präsentationsrunde.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Landkreis Traunstein - Die 15 Fachbereiche mit zahlreichen Arbeitsgruppen entwickeln die „Welt der Feuerwehr“ in den verschiedensten Themenbereichen weiter und nehmen sich aktuellen Problemen in einer kritischen Auseinandersetzung an. Die Überarbeitung der Kennzeichnung von Führungskräften sowie eine Ausstattungsempfehlung für Führungsfahrzeuge und das Kleiderkonzept konnten die Mitglieder des Fachbereich 1 veröffentlichen. Im Schiedsrichterwesen wurden die Hinweise der Leistungsprüfungen überarbeitet. „In einer gemeinsamen Besprechung mit allen Schiedsrichtern konnten wir die überarbeitete Version bereits flächendeckend bekanntmachen“, freute sich Günter Wambach. Viel Bewegung herrscht auch im Bereich Atemschutz und Gefahrgut. Stefan Thurner gab bekannt.

Das es in Kürze ein „Gesamtkonzept Atemschutz“ geben werde, dass alle Einzelkonzepte zusammenfasst und zusätzlich mit ergänzenden Hinweisen versehen ist. Aus dem Bereich Gefahrgut referierte Thomas Günthner. „Wir konnten den ABC Grundlehrgang erfolgreich starten und arbeiten derzeit am Ausbau des Ausbildungsangebotes“. „Digitalisierungsoffensive im Ausbildungsbereich“. Josef Linner gab bekannt, „dass zahlreiche Lehrgänge auf ein Online-Format umgestellt werden konnten. Viele Mitstreiter im Lehrgangswesen haben es ermöglich, dass Lehrgänge wie die Vegetationsbrandbekämpfung, der Umgang mit Elektrofahrzeugen im Einsatz, Datenverarbeitungslehrgänge aber auch Datenschutzlehrgänge in Form von Videokonferenzen stattfinden konnten. „Damit ist es gelungen, in der Zeit der strengen Kontaktbeschränkung überhaupt den Lehrgangsbetrieb am Laufen zu halten“, freut sich der Fachbereichsleiter Ausbildung.

In der Technischen Hilfeleistung wurde der Lehrgang „Grundlagen“ erfolgreich überarbeitet und ein Einsatzkonzept für die Hochleistungspumpen erarbeitet. „Darüber hinaus konnten wir den Lehrgang Technische Hilfeleistung bei LKW´s erfolgreich durchführen.“, freute sich der zuständige Matthias Seidenfuss. Florian Scholz und sein Team konnte die Führungsausbildung erfolgreich ausbauen und die Stabsarbeit gerade bei großen Einsatzlagen weiterentwickeln. „Gerade die Führungsstellen in Rottau, Erlstätt, Fridolfing und Trostberg konnten erfolgreich in Betrieb genommen werden“, so Florian Scholz. Ingo Klepke informierte über die Weiterentwicklung des Grundlagenmoduls „Digitalfunk“ und informierte über den Sachstand bzw. das Feedback der feuerwehrübergreifenden Kommunikationsübungen in allen Kreisbrandmeisterbereichen. Einen Speziallehrgang zum Thema „Richtiger Einsatz von Löschschaum“ wurde in der Werkfeuerwehr Chemiepark implementiert.

Stefan Helmel und seine Mannschaft haben dazu extra ein Tankwagenmodel zum Trainieren gebaut. Andreas Horler informierte aus dem Fachbereich Werkfeuerwehren. Die beiden Werkfeuerwehren Chemiepark Trostberg sowie BSH Traunreut stehen im engen Austausch. Zudem haben sie derzeit ihr Augenmerk darauf gerichtet, neue Mitglieder zu gewinnen. Über den Start des Lehrgangs „Brandmeldeanlagen“ informierte Christof Grundner. „Der vom Verband gebaute Übungsanhänger erfreut sich großer Beliebtheit und wird gut angenommen“, informiert Christof Grundner. Jürgen ergänzte die Entwicklung von Taschenkarten für das Feuerwehrbedienfeld und das Anzeigetablett zur leichteren Orientierung.

Im Fachbereich 5 sind unteranderem Tunnelanlagen, Autobahnen, Wasserförderung und Vegetationsbrandbekämpfung beheimatet. Josef Egginger hierzu ein Fazit der ersten großen Flächenlagenübung im Herbst vergangenen Jahres vor und informierte darüber. Das derzeit in Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeitsarbeit ein „Lehrvideo für den Einsatz in den drei regionalen Tunnelanlagen“ entstehe. Thomas Mayr informierte, dass nun eine Checkliste für Hubschrauberlandungen erstellt und eine Schulung speziell für die Luftunterstützung ausgearbeitet wurde. Alexander Heide informierte über den „Führungslehrgang Wasserförderung“. Das Feedback aus dem Pilotlehrgang ist in das Konzept eingearbeitet worden. In diesem Jahr startet das Angebot offiziell in Heiligkreuz und Bergen. Georg König gab bekannt, dass die digitale Ausbildungsreihe Vegetationsbrandbekämpfung überarbeitet wurde und nun mit den aktuellen Informationen zur Verfügung steht.

Kreisfeuerwehrarzt Holger Hübner informierte aus dem „Fachbereich Ärztlicher Dienst“. „Corona hat uns ziemlich eingenommen und wir haben insbesondere Einsatz- und Lehrgangshygienekonzepte fachlich mitgestaltet. Gerade in der Anfangsphase waren viele Anfragen zu Verhaltensweisen und notwendigen Maßnahmen durch unsere Feuerwehren zu bearbeiten“, so sein Fazit aus dem letzten Jahr. Das Team der Helferintervention besteht derzeit aus 14 Mitgliedern und wurde im letzten Jahr einige Male zu besonders belastenden Einsätzen hinzugerufen. Das Team der Brandschutzerziehung nutzte die Zeit, um die Infobroschüre sowie die Präsentationen zu überarbeiten. „Die Brandschutzerziehungskoffer erfreuen sich durchwegs an großer Beliebtheit und werden häufig ausgeliehen“, so Stephan Hellmuth. „Zwei Feuerwehren haben mittlerweile Kinderfeuerwehren gegründet, einige weitere stehen bereits in den Startlöchern“, so das Fazit von Martina Steinmaßl.

In der Jugend wolle man in diesem Jahr wieder Gas geben und ein Jugendzeltlager sowie den großen Tag der Jugendfeuerwehr durchführen. „Die #WirFahrenRot Tour“ im vergangenen Jahr ist als durchwegs erfolgreich zu werten. Fast 150 Kinder, Jugendliche und Quereinsteiger konnten dadurch gewonnen werden und die Auszeichnung durch das Bayerische Innenministerium krönte das Ergebnis“, so die Jugendverantwortliche. „Es gab keinen Tag, an dem im Kreisfeuerwehrverband nicht in irgendeiner Form Öffentlichkeitsarbeit gemacht wurde. Wir haben unter anderem rund 150 Pressemitteilungen geschrieben“, so Hubert Hobmaier vom Fachbereich 6 und zeigte sich über die sehr gute Zusammenarbeit mit den regionalen Medienhäusern sehr erfreut. Neben der Homepage werden zudem die sozialen Kanäle Instagram, Facebook und YouTube betrieben und erfreuen sich großer Beliebtheit. Das 14-köpfige Team nutzte die Zeit ebenfalls, um die Vorbereitungen zur geplanten Pressestelle zu treffen und erstellte dazu einen eigenen Infoflyer.

„Wir haben trotz Corona und Musik Zwangspause keine Verluste zu verzeichnen“, freute sich Alois Reichl vom Fachbereich Musik. Der frischgekürte Bezirksmusikstabsführer informierte, dass im Fanfarenzug derzeit 37 Musiker vertreten zwischen fünf und 78 Jahren vertreten sind. Im Bezirk Oberbayern gibt es derzeit acht Musikzüge. Mittlerweile sei zumindest der Probenbetrieb wieder möglich „und Auftritte werden auch sicher wieder kommen“, so Alois Reichl. Bei Martin Schupfner laufen die Fachbereichsfäden zusammen. „Ich hätte mir nie gedacht, dass unsere Ehrenamtlichen trotz der widrigen Umstände so viele positive und richtungsweisende Ergebnisse zustande bringen“, sagt er voller Stolz. Nun ist es an der Zeit diese Ergebnisse zu bündeln.

Geplant ist ein Leistungsbericht, der den Mitgliedsfeuerwehren einen guten Überblick an neuen Informationen und Weiterentwicklungen gibt. „Und die Fachbereichsarbeit freut sich natürlich immer über Unterstützung aus den Reihen der Feuerwehren. Bei der derart breiten Themenpalette dürften viele Feuerwehrleute eine Herausforderung finden, um die Arbeit der Floriansjünger aktiv mitzugestalten“, so Martin Schupfner mit einem Augenzwinkern.

Pressemitteilung Hubert Hobmaier Kreisfeuerwehrverband Traunstein