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Zahlreiche Einsätze am Wochenende rund um Traunstein

Streit, Stürze, Schwerverletzte: So hielten Radfahrer die Einsatzkräfte auf Trab

Fahrrad Rettungsdienst Symbolbild
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Am Wochenende (14./15. Mai) gab es rund um Traunstein zahlreiche Einsätze.

Traunstein/Landkreis – Am Wochenende (14./15. Mai) hatten Polizei und Rettungskräfte in Traunstein und Umgebung alle Hände voll zu tun. Bei schönstem Ausflugswetter mussten sie sich um zahlreiche Unfälle und Auseinandersetzungen unter Beteiligung von Radfahrern kümmern. Die Bilanz fiel insgesamt verheerend aus.

Los ging die „Gaudi“ am Samstag (14. Mai) im Chieminger Ortsteil Stöttham. Dort war ein 68-Jähriger aus Seeon-Seebruck mit seinem Pedelec auf der Chieminger Straße in Richtung Chieming unterwegs. Der 68-Jährige wollte dann plötzlich wenden und zog deswegen nach links – mit Folgen: Ein dahinter fahrender Rennradfahrer (42) aus Eggstätt (Landkreis Rosenheim) konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und beide Radfahrer stürzten. Während der Pedelec-Fahrer mit einer blutigen Nase und Abschürfungen davon kam, erwischte es den Rennradfahrer schwer: Er musste mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Ersten Polizeierkenntnissen zufolge dürfte der Mann eine Rückenverletzung erlitten haben.

Einen Schwerverletzten gab es auch im Traunsteiner Stadtteil Leiderting. Dort stürzte ein 76-jähriger Traunsteiner am Samstagmittag ohne Fremdeinwirkung von seinem Pedelec. Laut Polizeiangaben wurde der Mann schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Er erlitt unter anderem eine Gehirnerschütterung und eine Augenverletzung.

Auto erfasst Mädchen (12) auf Fahrrad

Am frühen Nachmittag wollte eine 72-jährige Traunsteinerin gegen 13.50 Uhr mit ihrem Auto aus ihrem Grundstück in Traunstein auf die Wasserburger Straße einfahren. Dabei übersah die Frau ein Mädchen (12), das gerade mit ihrem Fahrrad auf dem dortigen Gehweg unterwegs war. Es kam zum Unfall, wobei das Mädchen ersten Erkenntnissen zufolge glücklicherweise mit Abschürfungen an den Beinen davongekommen sein dürfte.

Zu einer Kollision zwischen zwei Radfahrern kam es in etwa zur selben Zeit in Chieming. Dort war eine 16-jährige Chiemingerin auf der Johann-Helminger-Straße – entgegen der dortigen Einbahnstraßenregelung – mit ihrem Rad unterwegs und wollte anschließend auf die vorfahrtsberechtige Josef-Heigenmoser-Straße einbiegen. Dabei übersah das Mädchen einen Rennradfahrer aus Burgkirchen (Landkreis Altötting). Der 61-Jährige stürzte durch den Unfall von seinem Sportgerät, kam aber ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge mit Abschürfungen an beiden Ellenbogen davon.

Grabenstätterin (17) stürzt kopfüber von Fahrrad auf Straße

Im weiteren Verlauf des Nachmittags kam es auf der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Traunstein und Knappenfeld zu einer sehr brenzligen Situation. Gegen 15.10 Uhr war dort ein 48-Jähriger aus Teisendorf (Landkreis Berchtesgadener Land) mit seinem Wagen in Richtung Knappenfeld unterwegs, als ihm auf Höhe Buchfelln ein anderes Auto auf seiner Fahrspur entgegenkam. Offenbar war dieses Fahrzeug gerade dabei, einen Radlfahrer zu überholen. Um einen Frontalunfall zu vermeiden, wich der Teisendorfer nach rechts aus und kollidierte dabei mit einem Straßenleitpfosten. Der Verursacher, der vermutlich mit einem Alfa Romeo unterwegs war, flüchtete hingegen unerkannt von der Unfallstelle. Die Polizei Traunstein ermittelt.

Zu einem weiteren heftigen Unfall kam es dann am Samstagabend in der Herzog-Wilhelm-Straße mitten in Traunstein. Dort verwechselte eine Grabenstätterin (17) bei einem Bremsmanöver offenbar Vorder- und Hinterradbremse ihres Gefährts und stürzte daraufhin kopfüber über den Lenker auf die Straße. Sie wurde an Hand und im Nacken verletzt und musste stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden.

Beleidigungen und ein versuchter Faustschlag

Auch am Sonntag (15. Mai) kehrte keine Ruhe ein: Am Nachmittag kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Auto- und einem Rennradfahrer auf der B305 bei Ruhpolding. Gegen 15.50 Uhr war ein Mann (30) aus Tüßling (Landkreis Altötting) mit seinem Rennrad gemeinsam mit einer Begleiterin in Richtung Laubau unterwegs. Die Frau fuhr dabei nach Polizeiangaben neben dem 30-Jährigen. Dieses „Fahrverhalten“ missfiel einem 72-jährigen Siegsdorfer, der mit seinem Auto zu dem Duo aufgeschlossen hatte, offenbar so sehr, dass er erst lautstark hupte und dann mit geöffnetem Beifahrerfenster neben den Radlern her fuhr und diese lautstark beleidigte. Doch das war noch nicht alles: Der Siegsdorfer zog an den beiden Radlern vorbei und scherte dann offenbar so knapp wieder ein, dass der Tüßlinger (30) stürzte und in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Rund zwei Stunden zuvor kam es bei Grabenstätt bereits zu einer Auseinandersetzung aus ähnlichen „Gründen“. Dort konnte ein Autofahrer (60) aus Grabenstätt einen Vachendorfer (57), der auf der Dorotheenstraße in Richtung Chiemsee unterwegs war, nicht überholen. Noch während der Fahrt begannen die beiden Männer zu streiten. Da man sich nicht einigen konnte, hielten beide an, um offenbar weitere „Argumente“ auszutauschen. Dabei platzte dem Grabenstätter offenbar endgültig die Hutschnur und er versuchte dem Radfahrer einen Faustschlag zu versetzen – allerdings ohne ihn zu treffen. Auch in diesem Fall ermittelt nun die Polizei. Zeugenhinweise sind erbeten (Telefon 0861/9873-0).

mw

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