Kommunalwahl 2014: Landratskandidaten

Landratskandidat Helmut Kauer stellt sich vor

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Helmut Kauer (ÖDP).
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Traunstein - Der 53-jährige Helmut Kauer von der ÖDP bewirbt sich am 16. März um das Amt des Landrats. Wir haben mit ihm über seine politischen Schwerpunkte gesprochen:

Der gebürtige Traunreuter Helmut Kauer ist 53 Jahre alt und als Servicetechniker bei einer Entsorgungsfirma tätig. Zwischen 1996 und 2004 war Kauer Kreisvorsitzender des ÖDP-Kreisverbandes Traunstein. Seit 2002 ist er Kreisrat und Fraktionsvorsitzender der ÖDP. Zudem ist er Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Demokratie, Außenpolitik und Europa der Ökologisch-Demokratischen Partei.

Fünf Schwerpunkte seiner Politik

Ein Eckpfeiler der Politik des ÖDP-Kandidaten ist die direkte Demokratie. "Ich möchte die Macht des Landrats, um den Bürgerinnen und Bürgern die Macht zurückgeben zu können." Daher wolle er die Einwohner des Landkreises stärker in die Entscheidungen einbinden. Neben der Möglichkeit des Bürgerentscheids gebe es eine ganze Reihe von "niederschwelligeren Möglichkeiten", dies zu tun. Das könne durch Diskussionsforen im Internet geschehen, durch Informations- und Diskussionsabende im Landkreis, die Einführung eines Bürgerhaushaltes oder der Finanzierung einer Fahrt zu einer Kreistagssitzung oder Ausschusssitzung.

Als zweites Schwerpunkt-Thema nennt Kauer die Transparenz. "Nur wer Informationen hat, kann auch mitreden. So müssen noch viel mehr die Unterlagen für die Sitzungen und auch die Ergebnisse veröffentlicht werden und die vielen nichtöffentlichen Tagesordnungspunkte stark verringert werden."

Darüber hinaus steht auch die Energie-Wirtschaft des Landkreises auf der Agenda des 53-Jährigen. Bei diesem Punkt müsse die Einsparung erhöht werden. "Besonders unser indirekter Energieverbrauch durch Produktion und Transport von Waren ist zu hoch."

Beim Verkehr spricht sich der ÖDP-Kandidat für eine Verringerung des motorisierten Individualverkehrs durch eine sinnvolle und bezahlbare Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel aus. "Ich selbst verzichte bewusst auf ein Auto, somit kenne ich die Probleme im Landkreis." 

In der Jugendhilfe steht er zur Sozialraumorientierung. "Hier muss aber auch stärker das Konnexitätsprinzip eingefordert werden." Seiner Ansicht nach sei Jugendsozialarbeit an Schulen Aufgabe des Staates und nicht der Kommunen. "Hier, wie in vielen anderen Bereichen, werden Aufgaben nach unten gegeben, um damit Geld zu sparen, denn die Kommunen haben im Gegensatz zu Land und Bund in Zukunft kein Verschuldungsverbot." Kauer setze sich für eine Entschuldung des Landkreises ein. "Ich wehre mich gegen das Verstecken von Schulden, indem Gemeinden Projekte zinslos vorfinanzieren."

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