Kommunalwahl 2014: Landratskandidaten

Landratskandidat Sepp Hohlweger stellt sich vor

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Sepp Hohlweger (Die Grünen).
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Traunstein - Der gebürtige Chiemgauer Sepp Hohlweger geht am 16. März für die Grünen als Landratskandidat ins Rennen. Wir haben mit ihm über seine politischen Ziele gesprochen:

Sepp Hohlweger ist 1963 in Reit im Winkl geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 1994 ist er wohnhaft in Ruhpolding. Vorher war Hohlweger in Wasserburg am Inn, Seebruck und El Paso, Texas.

Politischer Werdegang

Seit 2003 ist Hohlweger Mitglied bei den Grünen und seit 2008 Sprecher der Kreistagsfraktion. "Ein fairer Umgang mit meinen Kolleginnen und Kollegen ist mir wichtig. Von ehrlichen Sachargumenten lasse ich mich überzeugen." Ebenfalls 2008 trat Hohlweger als Landratskandidat der Grünen an.

Fünf Schwerpunkte seiner Politik

Als erstes Thema steht die Bürgerbeteiligung auf der Agenda des Grünen-Politikers. "Bei großen Projekten möchte ich, dass die Bürger schon in den Entwicklungs-Prozess mit eingebunden werden." Besonders bei einer Entwicklungsstrategie, die er für den Landkreis auf den Weg bringen will, sei eine Beteiligung der Bürger von "essentieller Bedeutung".

Die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis liegt Hohlweger sehr am Herzen. "Das Angebot von Bus und Bahn im Landkreis muss nutzerfreundlicher werden." Ein Ansatzpunkt sei dabei der fehlende Tarifverbund der öffentlichen Verkehrsmittel im Landkreis: "Wenn ein Fahrgast beispielsweise vom Bus in die Bahn umsteigt, muss er wieder ein neues Ticket lösen, obwohl beides zum gleichen Unternehmen gehört. Das ist unpraktisch für die Bürger." Darüber hinaus wolle er das ÖPNV-Angebot auch Landkreisübergreifend ausweiten, "beispielsweise zwischen den nördlichen Gemeinden im Landkreis und Wasserburg".

Bei der Regionalentwicklung setzt Hohlweger unter anderem auf die Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft. "Der Landkreis lebt gerade im Bereich der Landwirtschaft und des Tourismus von seiner Kleinteiligkeit, seiner Regionalität, die es zu erhalten und zu fördern gilt. Die Lebensqualität steigt mit der Vielfalt." Dafür ausschlaggebend sei die Förderung von Projekten wie beispielsweise der Vermarktungs-Genossenschaft "Chiemgau-Inn-Salzach e.V.".

Im Tourismus komme es seiner Ansicht nach besonders darauf an, die lokale Identität für die Urlauber nutzbar zu machen. "Wir müssen die Identität des Landkreises, beispielsweise durch eigene Lebensmittel, noch weiter kultivieren." Darüber hinaus macht sich Hohlweger stark für eine Fusion der Tourismusverbände aus Traunstein und Rosenheim: "Das kann aber nur ein erster Schritt sein, hin zu einem Verein, der das komplette Alpengebiet in Oberbayern umschließt. Dazu gab es auch schon erste Überlegungen."

Die Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigungen ist ein weiterer Schwerpunkt in Hohlwegers Politik. "Die Kreistagsfraktion setzt sich für die Vernetzung aller Beteiligten, wie Wohlfahrtsverbände, Senioren- und Behindertenbeauftragten ein." Dazu brauche man vor allem  finanzierbaren Wohnraum, eine ortsnahe Zentralversorgung und Barrierefreiheit im gesamten Landkreis. "Inklusion in den Schulen ist zwischenzeitlich im entstehen - aber wie geht es dann nach der Schule weiter, dieser Frage müssen wir uns stellen und zusammen Lösungen entwickeln."

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