Stichwahl um Landratsposten 

Nervenkitzel: Walch gewinnt mit 50,9 Prozent!

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Landkreis - Das war mehr als knapp: Siegfried Walch von der CSU hat sich gegen Sepp Konhäuser (SPD) durchgesetzt und wird neuer Landrat. Das Ergebnis:

Walch musste zittern bis kurz vor Schluss, bis er sich zum Landratsposten gratulieren lassen konnte. Bedenklich ist vor allem die niedrige Wahlbeteiligung:

Wir stellen die Kandidaten noch einmal vor: 

Siegfried Sebastian Walch wurde 1984 in Bad Reichenhall geboren. Ab 1990 besuchte er die Grundschule Inzell. 1994 wechselte er auf das Chiemgau-Gymnasium Traunstein und später auf die Staatliche Reiffenstuel-Realschule Traunstein, die er 2002 mit der Mittleren Reife abschloss. Seit 2009 ist er dritter Bürgermeister der Gemeinde Inzell. 

Josef Konhäuser ist 59 Jahre alt, in Ruhpolding geboren, verheiratet mit seiner Frau Ursula seit 36 Jahren, Familienvater von zwei Töchtern und hat zwei Enkelkinder. Er tritt in diesem Jahr zum vierten Mal als Landratskandidat für die Sozialdemokraten an. Von 1996 bis 2002 war er SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, seit 2002 ist Konhäuser Stellvertreter des Landrates und seit 2008 sein erster Stellvertreter.

Die Unterschiede: 

Der wohl markanteste Unterschied zwischen den Bewerbern um das Amt des Landrats ist das Alter. Walch ist mit seinen 29 Jahren genau 30 Jahre jünger als Sepp Konhäuser. Die politische Karriere des CSU-Kandidaten begann 1999 mit dem Beitritt zur Jungen Union. Seit 2008 sitzt er im Gemeinderat in Inzell und ist seit 2009 dritter Bürgermeister der Gemeinde. 2008 wurde Walch in den Kreistag des Landkreises Traunstein gewählt. 

Seinen Kritikern, die meinen er sei zu jung für das Amt des Landrats, entgegnete Walch beim politischen Aschermittwoch in Grabenstätt: "Auch ich werde jedes Jahr ein Jahr älter, die Jugend ist also ein Makel, der sich von selber erledigt."  Er betrachtet sein Alter aber auch als Vorteil, da er als junger Kandidat habe zur Transparenz und zur Bürgermeister. Er sehe das Amt als Auftrag für die Zukunft und nicht als Belohnung für die Vergangenheit.

Konhäuser sieht den größten Unterschied zwischen sich und seinem Mitbewerber in der Unabhängigkeit der politischen Entscheidungen: "Ich bin als Person für den Landkreis zuständig und bin unabhängig von jeglichen Parteizentralen. Besonders ausschlaggebend sei dies beim Thema Energiewende: "Ich möchte einen sinnvollen Mix bei der Energiegewinnung und schließe dabei auch die Windenergie nicht aus".

Video-Interviews vor dem ersten Wahlgang:

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