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Im Rahmen des Einzelhandelskonzepts

Wie bewegen sich die Traunsteiner in der Stadt? Laser-Messungen starten jetzt

Die Schaumburger Straße in Traunstein.
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Die Schaumburger Straße („Schrödlgasse“) in Traunstein.

Welche Zukunft hat der Einzelhandel, was fehlt in der Stadt und wie kaufen die Traunsteiner ein? Derzeit läuft dazu eine große Studie: 800 Menschen beteiligten sich bereits an einer Umfrage und ab kommender Woche werden auch Laser-Messungen eingesetzt.

Traunstein - Um zu wissen, in welche Richtung sich der Einzelhandel entwickelt und wie man ihn steuern könnte, geht Traunstein jetzt neue Wege: Nächste Woche baut das Fachbüro „Cima“, das derzeit ein Einzelhandelskonzept erstellt, gemeinsam mit den Stadtwerken Laser-Messgeräte in der Innenstadt auf. Jan Vorholt von „Cima“ stellte dem Planungsausschuss am Donnerstag (21. Juli) den Zwischenstand des Einzelhandelskonzepts vor. Finanziert wird es vor allem durch Fördergelder.

Digitale Messung der Passantenfrequenz in Traunstein

Mit den Laser-Geräten können die Passantenfrequenzen digital gemessen werden. Wie viele Leute sind in der Stadt? Wie lange halten sie sich dort auf? Welche Bereiche sind stärker besucht, welche weniger? Es werden keine Einzeldaten erhoben und keine Bewegungsprofile erstellt, wie Jan Vorholt unterstrich. Unter anderem am Stadtplatz und in der Schaumburger Straße werden deshalb „kleine graue Kästen“ angebracht, wie sie Vorholt im Gespräch mit chiemgau24.de nannte. Rund zwei Monate lang werden sie die Daten sammeln, um später ausgewertet zu werden.

Ein weiterer Baustein des Einzelhandelskonzepts von „Cima“: Eine große Umfrage zu den Einkaufsgewohnheiten und Wünschen der Traunsteiner. Von Mitte Juni bis Mitte Juli nahmen allein 800 Menschen an der Online-Umfrage teil - „eine hohe Zahl, das ist nicht üblich“, so Vorholt. Zusätzlich dazu befragte man Menschen auch direkt in der Stadt und am Haslacher Feld, sowie telefonisch. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Grundsätzlich stellte der Cima-Vertreter zur Stadt aber fest: Die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel wären „gut bis sehr gut“, womit er beispielswiese die lokale Kaufkraft meinte. „In Traunstein hat der Einzelhandel noch einen Wert.“

Aber man müsse vorbereitet sein, so Jan Vorholt: der Boom des Online-Handels und die Auswirkungen der Corona-Pandemie gehen an keiner Innenstadt spurlos vorbei. Die Schließungen der Kreiller-Filiale in der Bahnhofstraße oder des Einrichtungshauses von Luise Bauer in der Schaumburger Straße zeugen davon. „Die Innenstädte sind dem Risiko ausgesetzt, ihre Funktion zu verlieren“, so Vorholt. In einer bundesweiten Umfrage äußerten rund 20 Prozent, sich wegen des Coronavirus weniger in den Städten bewegen zu wollen. Der Einzelhandel verliere in den Städten an Bedeutung, zugunsten von Dienstleistungen, Kultur oder Gesundheit.

xe

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