Linke stellt Fragen zur Übung der US-Army

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Traunstein - Steht die Übung der US-Army in Traunstein im Zusammenhang mit der Krise in der Ukraine? Dieser Frage will DIE LINKE nachgehen und fragt bei Ministerin von der Leyen nach:

Wegen der Stationierung der „Black Hawk“ auf dem Gebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes Kammer bei Traunstein fordert Die Linke in einem offenen Brief die Bundesverteidigungsministerin auf, die Bevölkerung in den beiden Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land besser zu informieren. 

Manfred Dannhorn, stellvertretener Kreisvorsitzender der Linkspartei Traunstein erklärt dazu: „Es wundert mich, dass ich per Mail und am Telefon so viele Anfragen wegen dieser Übungen bekomme. Bekommt Ramsauer als Parteifreund der Verteidigungsministerin ähnlich viele Anrufe oder Mails? Es zeigt aber, dass die Bevölkerung in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land Ängste hat. Es liegt nun an der Bundesverteidigungsministerin, diese Ängste entweder zerstreuen zu können, oder sie zu schüren.“

Der Brief an die Ministerin im Wortlaut

„Sehr geehrte Frau Ursula von der Leyen

Zurzeit sind auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Kammer bei Traunstein mehrere Rettunghubschrauber des Typs „Black Hawk“ der US-Army stationiert. Laut Presseberichten üben die Mannschaften von dort aus „Medivac-Einsätze“. Also Evakuierungseinsätze in gebirgiger Landschaft.

Wir als Kreisverband Traunstein der Linkspartei haben grundsätzlich keine Einwände gegen Übungen der US-Army, solange diese rein humanitären Zwecken dienen. Uns erreichen jedoch Anfragen besorgter Bürgerinnen und Bürger, die einen Zusammenhang zwischen diesen Übungen und der Krise in der Ukraine sehen. Wohlgemerkt befinden sich unter diesen Bürgerinnen und Bürger nicht nur Sympathisantinnen und Sympathisanten der Linkspartei, sondern auch Ihrer Partei. Offensichtlich wird unserer Partei mehr Friedenskompetenz zugetraut als anderen Parteien.

Wir bitten Sie eindringlichst um eine klärende Antwort zu dem tatsächlichen Zweck dieser Stationierung. Wir bitten Sie auch, uns mitzuteilen, ob ein Stationierungsabkommen mit der US-Army existiert. Die hier lebenden Menschen sind offensichtlich höchst besorgt. Wie oben erwähnt, haben wir keine Einwände gegen humanitären Zwecken dienenden Übungseinsätzen. Wir würden die Angehörigen der US-Army auch herzlichst willkommen heißen. Sollte die Stationierung der „Black Hawk“ entsprechend der Befürchtungen vieler Bürgerinnen und Bürger tatsächlich im Zusammenhang mit der Krise in der Ukraine stehen, müssten wir jedoch ein hochgradiges Missfallen bekunden.

Wir bitten Sie hochachtungsvoll um eine schnellstmögliche Antwort

Mit freundlichen Grüßen Manfred Dannhorn (stv. Kreisvorsitzender)“

Pressemitteilung DIE LINKE Traunstein

Aktion für den Frieden

Diese Bürgerin setzt sich mit einem Plakat für den Frieden ein. Klicken sie hier für eine größere Ansicht des Bildes.

Am Donnerstag, den 20. März, hat sich eine Bürgerin aus Chieming aufgrund der aktuellen Truppenübungen der US Army mit einem Plakat auf den Traunsteiner Stadtplatz gestellt, um sich für den Frieden einzusetzen. Sie verteilte u.a. weiße Stoffbänder an Passanten als Zeichen für den Frieden. Auch heute will sich die Frau wieder auf den Stadtplatz begeben. Diese Einzelaktion einer Bürgerin steht in keinerlei Zusammenhang mit einer politischen Partei.

Bilder der "Medivac-Übung" in Traunstein

US Army übt mit "Black Hawks"

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