Bayern-Rundfahrt: Feuerwehren wehren sich

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Geraint Thomas (r) vom Team Sky hat im vergangenen Jahr die 32. Auflage der Bayern-Rundfahrt gewonnen.

Prien/Chiemsee - Zur Bayern-Rundfahrt sind wieder die örtlichen Feuerwehren gefordert, um Straßen abzusperren und den Verkehr zu regeln. Doch viele müssten sich dafür eigens Urlaub nehmen.

Nicht zum ersten Mal führt die Bayern-Rundfahrt der Radprofis durch die Region. Am 23. Mai startet die erste Etappe in Traunstein und führt am Chiemsee entlang in Richtung Inntal. Die Profis radeln durch Seebruck, Gollenshausen, Gstadt, Breitbrunn, Eggstätt, Hemhof und Prien.

Das Spektakel fordert die örtlichen Feuerwehren, die die Straßen absperren und den Verkehr regeln sollen. Viele Feuerwehrler müssten sich für diesen Spezialeinsatz eigens Urlaub nehmen.

Weil die Einsatzzahlen bei fast allen Wehren deutlich gestiegen sind, wollen diese nicht mehr die kostenlosen Verkehrsregler spielen. Am Rande des jährlichen Sicherheitsgesprächs der Polizeiinspektion Prien mit den Bürgermeistern aus ihrem Einsatzbereich klang durch, dass mehrere Wehren im Schulterschluss mit ihren Bürgermeistern und Gemeinderäten fordern, dass der Einsatz bei der Auftaktetappe der Bayernrundfahrt bezahlt wird. Andernfalls wollen sie sich weigern, für Gottes Lohn für einen professionellen Veranstalter zu arbeiten.

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Die Bürgermeister von Gstadt, Breitbrunn, Rimsting und Prien signalisierten, dass die freiwilligen Wehren ihrer Gemeinden bei dem Profiradrennen heuer nur noch gegen Bezahlung den Verkehr regeln wollen. Die Gemeindeoberhäupter ließen auch durchklingen, dass angesichts fast überall signifikant steigender Einsatzzahlen die Grenze der ehrenamtlichen Belastbarkeit erreicht oder bereits überschritten sei. "Unsere Wehr steht kurz vor dem personellen Kollaps, unsere Freiwilligen bluten aus", formulierte es Priens Bürgermeister Jürgen Seifert drastisch. Als einen wesentlichen Grund für die deutlich gestiegene Belastung der Wehren hat er die "Integrierte Leitstelle" (ILS) ausgemacht, die von Rosenheim aus zentralisiert Einsätze steuert und Retter alarmiert.

db/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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