Autofahrer krachten bei Bergen mit hohem Tempo hinein

"Wollten sehen, was passiert": Mülltonne und Radl auf A8 gestellt - Urteil

Traunstein/Bergen - Mit irren Taten machten zwei Männer im September 2018 von sich reden: Sie schoben eine Mülltonne und ein Fahrrad auf die A8 bei Bergen. Unfälle waren die Folge. Am Donnerstag (28. November) gab es ein Urteil.

Wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung wurde ein 28-jähriger Lkw-Fahrer aus Polen am Donnerstag vor dem Amtsgericht Traunstein verurteilt. Ein Jahr und sechs Monate Freiheitsstrafe mit dreijähriger Bewährungszeit lautete das Urteil. Außerdem bekam er ein Fahrverbot von vier Monaten aufgebrummt. Ein weiterer polnischer Kraftfahrer, der ebenfalls angeklagt war, erschien vor Gericht nicht.


Der 28-Jährige platzierte - wohl mit seinem Kollegen - in der Nacht zum 16. September 2018 ein Fahrrad auf die Überholspur der A8 auf Höhe der Raststätte Hochfelln. Ein Ulmer überfuhr in Richtung Salzburg schließlich das Radl mit Tempo 150. Wenig später dann der nächste Einfall der beiden Männer: Auf die Gegenfahrbahn in Richtung München rollten sie eine 240-Liter-Mülltonne. Hier krachte eine Frau aus Schwaz in Tirol mit ihrem Auto hinein. Verletzt wurde niemand, aber der Sachschaden betrug insgesamt knapp 15.000 Euro. 

Die beiden Männer waren betrunken und standen unter dem Einfluss von Drogen. Als Grund gab der Angeklagte vor Gericht an, sie wollten "etwas Dummes machen" und - nachdem sie die Gegenstände auf der Autobahn platzierten - "sehen, was passiert". 


Unser Vorbericht vom Donnerstagmorgen:

Die beiden Autofahrer hatten wirklich Glück im Unglück: Ein Ulmer war auf der Überholspur Richtung Salzburg unterwegs und krachte in ein abgestelltes Mountainbike, nur kurze Zeit später rammte eine Schwazerin in Richtung München eine 240-Liter-Mülltonne - an den Autos entstand hoher Sachschaden und die Trümmer verteilten sich über die ganze Autobahn, aber verletzt wurde niemand. 

Wegen dieser beiden Taten im September 2018 - nach der Staatsanwaltschaft sind es gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr - müssen sich am Donnerstag zwei polnische Kraftfahrer vor dem Amtsgericht Traunstein verantworten. Beide sollen zuvor Alkohol und Drogen konsumiert haben. Die Verhandlung beginnt um 9 Uhr.

xe

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