Fünfte Kundgebung in Traunstein am kommenden Samstag

Nach Corona-Demo in Berlin: „Müssen da extrem aufpassen“

Franz Lindlacher, Mitorganisator der Kundgebung in Traunstein, sieht aufgrund der rechten Eskalation bei der Demo in Berlin die Ziele seiner Veranstaltung in Gefahr.
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Franz Lindlacher (rechts), Mitorganisator der Kundgebung in Traunstein, sieht aufgrund der rechten Eskalation bei der Demo in Berlin (links) die Ziele seiner Veranstaltung in Gefahr.

Traunstein – Am Samstag, 5. September, findet in Traunstein ab 14 Uhr die fünfte Kundgebung gegen die aktuelle Corona-Politik am Stadtpark statt. Dabei sieht Mitorganisator Franz Lindlacher die Ziele seiner Kundgebung aufgrund der rechten Eskalation am vergangenen Samstag in Berlin in Gefahr.

„Fünf Personen von uns waren vergangenen Samstag in Berlin bei der großen Demo dabei. Besonders der rechte Anteil ist gegenüber dem 1. August, wo sie auch in Berlin waren, größer geworden“, berichtet Franz Lindlacher, Mitorganisator der Kundgebung in Traunstein gegenüber chiemgau24.de. Es sei trotzdem eine verschwindende Minderheit im Vergleich zu den vielen Teilnehmern.


Rechte Demonstranten stürmen Reichstag in Berlin bei Corona-Demo - Nur zugelassene Redner in Traunstein

Nach der Eskalation in Berlin - rechte Demonstranten haben versucht den Reichstag zu stürmen - sieht Lindlacher die Ziele seiner Kundgebung in Gefahr: „Wir müssen da extrem aufpassen. Deshalb wird kein Redner auftreten, der rechte Parolen von sich gibt. Wir lassen nur Bürger zu, die im Vorfeld angemeldet sind“, so der 66-Jährige über eine Abgrenzung zum Rechtsextremismus. Die normalen Bürger seien aufgrund der Nachrichten aus Berlin vorsichtiger geworden. „Das bereitet mir schon Sorgen“, so der Organisator.


Man verfolge vielleicht dieselben Ziele, wie bereits bei den vorherigen Kundgebungen in Traunstein gegen die aktuelle Corona-Politik. Dennoch würden sich die allgemeinen Ansichten unterscheiden. „Wir sind eine vielfältige Gruppe, Mitglieder unterschiedlicher Parteien, und haben ein gemeinsames Ziel. Uns geht es um die Beendigung der Corona-Maßnahmen und dass wir wieder zu unserer bürgerlichen Demokratie zurückfinden“, schildert Lindlacher.

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Demokratieabbau, Berlin und Altersheime Thema

Und für diese Ziele geht Lindlacher am kommenden Samstag am Stadtpark in Traunstein auch wieder auf die Straße. Bei der Kundgebung am Samstag gehen die Veranstalter wie schon bei der vergangenen am 22. August von rund 200 Teilnehmern aus. Ab 14 Uhr wird es bei der Kundgebung Erfahrungsberichte aus Berlin und eine Rede über den Demokratieabbau geben. Zudem schildert eine Altenpflegerin die Situation in den Altersheimen.

„Für mich ist die Situation der Heimbewohner mit das Schlimmste, wie sie eingesperrt worden sind. Die alten Leute dürfen nicht mehr aus ihrem Zimmer gehen. Neben den Besuchseinschränkungen dürfen sie auch nicht mehr gemeinsam im Speisesaal essen. Die vereinsamen total und ist in meinen Augen Folter“, so der 66-Jährige.

chiemgau24.de wird über die Kundgebung am Samstag im Laufe des Wochenendes berichten.

jz

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