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Chat-Partnerinnen des Mannes waren 12 und 14 Jahre alt

Nach obszönen Chats im BGL: Urteil wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern

Erst 12 und 14 Jahre waren die Mädchen alt, mit denen ein Mann aus dem Berchtesgadener Land obszöne Chats hin- und herschickte - die Sache flog auf, jetzt wurde er wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt.

Traunstein/Berchtesgadener Land - „Bei sowas wird eigentlich nicht mehr mit Geldstrafen herumhantiert“, gab ihm Richter Michael Monker nach der Urteilsverkündung mit auf den Weg. Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern wurde ein 30-jähriger Deutscher aus dem Berchtesgadener Land am Donnerstag (15. Juli) vom Amtsgericht Traunstein verurteilt. 4200 Euro Strafe muss er zahlen und darüber hinaus auch rund 15.000 Euro Verfahrenskosten, die auf die Auswertung seiner Handys zurückgehen.

Amtsgericht Traunstein: Sex-Chats sind „Sexueller Missbrauch von Kindern“

Im Juni 2019 schrieb der Mann via Whatsapp mit zwei Mädchen im Alter von 12 und 14 Jahren. Er verlangte von ihnen Fotos in „BH und Unterhose“ oder vom „Bauch oben ohne“. Die Begründung lieferte er gleich mit: „Anschauen weil du hübsch bist und geil machen.“ Bei der älteren der beiden Mädchen hatte der 30-Jährige auch Erfolg und bekam Oben-ohne-Fotos. Verteidiger Michael Fraunhofer sah zuerst kein strafbares Verhalten. Nach einem Rechtsgespräch mit Staatsanwaltschaft und Gericht einigte man sich aber darauf, nur noch um die Höhe der Geldstrafe und nicht mehr um den Sachverhalt zu verhandeln.

Dass der Mann aus dem Berchtesgadener Land um eine Bewährungsstrafe herumkommt, liegt wohl auch an seiner geistigen Verfassung. Laut Gutachten ist er geistig minderbegabt und deshalb erheblich schuldvermindert. „Auch er will Kontakt zu Frauen, tut sich dabei aber schwer. Deshalb hat er diesen Weg gewählt“, so Verteidiger Fraunhofer. „Sein Fehler war, dass er in den Chats Begriffe gewählt hat, die nach dem Gesetz als Pornografie gelten.“

Aber auch aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist die Tat „am unteren Rand der Strafbarkeit“ angesiedelt - schließlich ging es um nichts weniger als sexuellen Missbrauch von Kindern. Der ist laut Gesetz auch dann gegeben, wenn ein Kind dazu bestimmt wird, sexuelle Handlungen vorzunehmen. Im Urteil folgte das Gericht dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft was die Höhe der Geldstrafe betrifft. Weil der Angeklagte Geringverdiener ist plädierte die Verteidigung auf eine geringere Strafe, nämlich 2700 Euro.

xe

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer

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