Nach Millionenspende an die Stadt

Salinenpark: Turnhallenabriss wird der erste Schritt

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Mit dem Abriss der TVT-Turnhalle soll Ende nächsten Jahres begonnen werden. 
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Traunstein - Der früher umstrittene Salinenpark kommt trotz des Neins zur Landesgartenschau. Langsam gewinnt das Projekt an Gestalt. Was genau dort geplant ist:

2019 feiert die Traunsteiner Saline 400. Gründungsjahr - dann soll der Park in der Au fertig sein. Dank einer Millionenspende, die die Stadt zu genau diesem Zweck vor zwei Jahren erhielt, sollte es für den Haushalt ein Nullsummenspiel werden. Auf der Planungsausschusssitzung am Dienstag wurde nun offiziell ein Büro mit den Planungsleistungen beauftragt.

Turnhallenabriss Ende 2017 geplant

Hier wird der Salinenpark entstehen.

Der erste Schritt zur Verwirklichung des Salinenparks wird mit dem Abriss der TVT-Turnhalle gemacht: Der Abriss ist für Ende 2017 geplant. Die geschätzten 200.000 Euro für den Abriss werden durch die Millionenspende finanziert, ebenso wie bereits der Kauf der Halle und des Grundstücks (rund 600.000 Euro) und die künftige Gestaltung des Parks. Der Förderverein Alt-Traunstein rechnet damit, dass die verbleibenden 200.000 Euro dafür "auf alle Fälle" ausreichen werden.

Die Planungen für den Salinenpark laufen schon seit Längerem und wurden auch im Zuge der Bewerbung zur Landesgartenschau 2022 eng mit dem Förderverein Alt-Traunstein abgestimmt. Am wichtigsten ist dem Förderverein die "freie Sicht auf die historisch wertvollen Fassaden der Salinenhäuser", die durch den Turnhallen-Abriss möglich wird. 

So könnte der Salinenpark aussehen

Zur Ausgestaltung des Parkes selbst hat der Förderverein eine ganze Reihe an Vorschlägen gemacht:

- Ein Reiffenstueldenkmal mit einer Rekonstruktion einer Solepumpe mit sieben Meter hohem Wasserrad.

- Der Nachbau einer Soleleitung mit Messgerät.

- Eine begehbare Bodenkarte des historischen Salinengeländes.

- Ein beleuchteter Salzkristall.

- Salinenholz sowie die dazugehörigen Hinweis- und Informationstafeln.

- Ein virtuelles Geländemodell der Soleleitung

- Ein öffentlicher "Salinengarten" für die Bevölkerung. 

80.000 Euro gab der Planungsausschuss am Dienstag für das Planungsbüro frei. Diese Kosten sind laut Stadtverwaltung genauso förderfähig wie auch die Planungskosten. Zuschüsse bis zu 65 Prozent sind laut Oberbürgermeister Kegel möglich. Ganz kritiklos blieb das Projekt in der Ausschusssitzung aber nicht:

"Es müssen doch nicht immer Planungsbüros aus München sein, auch in Traunstein gibt es gute Planer. Deshalb werde ich dagegen stimmen", so Stadtrat Wolfgang Osenstätter. Er machte erneut keinen Hehl daraus, dass er von Anfang an gegen den Salinenpark war: "Ein Hotel wäre dort besser gewesen." Traudl Wiesholler-Niederlöhner entgegnete, dass es "blöd wäre, einen anderen Planer damit zu beauftragen. Das Münchner Büro ist ja schon seit Langem an den Planungen dran."

xe

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