Kommunalwahl 2014: Oberbürgermeister-Kandidaten für Traunstein

Kandidatin Burgi Mörtl-Körner stellt sich vor

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Burgi Mörtl-Körner von den Grünen.
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Traunstein - Durch Sepp Daxenberger ist die 56-Jährige damals zu den Grünen gekommen. Jetzt tritt Burgi Mörtl-Körner am 16. März an, um Oberbürgermeisterin in Traunstein zu werden. 

Als Älteste von fünf Kindern wurde Burgi Mörtl-Körner am 26. März 1957 in Fridolfing geboren und ist auf einem Bauernhof in Pietling aufgewachsen. Ihr Abitur machte die Grünen-Kandidatin 1976 am Gymnasium Laufen. Anschließend folgte ein Studium zur "Landwirtschaftlichen Berufsschullehrerin" mit dem Zweitfach Sozialkunde in München. "Seit 1986 unterrichte ich an der BS3 in Traunstein vor allem Landwirte und das immer noch mit großer Freude, meistens jedenfalls."

Politischer Werdegang und Ehrenämter:

"Über die Diskussionen zur Entwicklung der bäuerlichen Landwirtschaft bin ich auf Sepp Daxenberger gestoßen und habe mich sehr bald entschieden, bei den Grünen mitzuarbeiten", so Mörtl-Körner. "Die Bewahrung der Schöpfung und unserer Lebensgrundlagen, ich denke da nur an das Waldsterben, den Klimawandel und das 'Bessere Müllkonzept' verpflichteten mich, aktiv zu werden."

1991 trat sie daher den Grünen bei. Nach mehreren Jahren im Kreisvorstand kandidierte sie dann 1994 für den Landtag und 1996 für den Kreistag. Seit 18 Jahren ist Mörtl-Körner Kreisrätin, momentan im Jugendhilfe- und Haushaltsausschuss. Vor sechs Jahren wurde sie in den Traunsteiner Stadtrat gewählt. Außerdem ist sie Mitglied im "Arbeitskreis Energie und Umwelt" und im "Arbeitskreis Klosterkirche".

Zu ihren Zielen gehört es, die Stadt lebens- und liebenswert zu erhalten. "Ich möchte sie aber auch zukunftsfähig machen, als eine behinderten- und altersgerechte Stadt." Weiter setze sie sich ein, für eine familienfreundliche Stadt, mit dem nötigen Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder und für die Einrichtung eines Ortes, wo sich Jugendliche treffen können und sich gerne aufhalten. "Ich wünsche mir eine Stadt mit einem vielfältigen Kulturangebot, das auch von Menschen mit geringem Einkommen besucht werden kann."

Zum Thema "Gewerbegebiets-Ausweisung im Süden Traunsteins" vertritt sie einen klaren Standpunkt: "Discounter am Stadtrand haben wir genug, wir müssen nicht noch mehr bekommen. Für uns Traunsteiner und unsere Besucher müssen wir unsere Heimat und Kulturlandschaft erhalten, Flächenverbrauch und Zersiedelung verhindern."

Als Grünen-Politikerin liegt Mörtl-Körner auch das Thema "Energiewende" besonders am Herzen. "Wir sind in der glücklichen Lage, noch eigene Stadtwerke zu haben. Ich möchte, dass unsere Stadtwerke viel mehr Energie selbst erzeugen aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse."

Die Transparenz des Rathauses steht ebenfalls auf ihrer Agenda: "Wir müssen den Bürgerinnen und Bürgern Traunsteins die Möglichkeit geben, mitzugestalten." Deshalb sei Öffentlichkeit und Bürgerbeteiligung notwendig. Ihre Vorschläge: "Bürgerwerkstätten oder auch eine von der Stadt herausgegebenen, kostenlosen Stadtzeitung für alle. Ich möchte bei Großprojekten die Bürger/innen rechtzeitig einbeziehen und beteiligen."

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