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„Villa“ in Traunstein und „Libella“ in Altenmarkt vor Wiedereröffnung

Pure Vorfreude trotz letzter Unsicherheiten: „Die Könige der Nacht können wieder kommen“

Fotios Foti Tsagkas Club Villa Traunstein
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Fotios Tsagkas will seinen Club „Villa“ in Traunstein am 1. Oktober wieder aufsperren.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Sie sind die Letzten der Letzten, die wieder aufsperren dürfen - aber schon nächste Woche wird es wohl soweit sein: Clubs und Discos sind nach anderthalbjähriger Durststrecke wieder da. Wir haben uns bei zwei „Kultstätten“ im Landkreis Traunstein umgehört, wie sie sich vorbereiten, was sie erwarten und welche Unsicherheiten noch bestehen.

Traunstein/Altenmarkt - Die Ankündigung der Staatsregierung ist da, ihre Konzepte stehen und sie scharren schon mit den Hufen: Die Clubs und Discos der Region stehen nach anderthalbjähriger Zwangspause vor ihrer Wiedereröffnung. „Wir sind in den Startlöchern“, strahlt Fotios Tsagkas beim Treffen mit chiemgau24.de - und der Inhaber des „Club Villa“ in Traunstein fügt lächelnd hinzu: „Endlich dürfen wir die Könige der Nacht wieder reinlassen.“

Öffnung der Clubs in Bayern: Auch „Villa“ in Traunstein und „Libella“ in Altenmarkt

„Es bleibt dabei: Wir werden die Öffnung von Clubs und Diskotheken zum Oktober dann erlauben“, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag (21. September) nochmal an. Voraussetzung zum Feiern soll eine Immunisierung gegen das Coronavirus sein - geimpft oder genesen - bzw. ein negativer PCR-Test. Aber offiziell ist noch nichts, erst am Donnerstag kommender Woche sollen die genauen Regeln für die Disco-Betreiber ausgearbeitet sein.

Das „Libella“ in Altenmarkt hat vor, am 2. Oktober wieder zu starten.

„Wir sind definitiv startklar“, sagt auch Dietmar Pfannes, der das „Libella“ in Altenmarkt führt. Denn alles, was ihm bisher immer noch fehlt, sind offizielle Vorgaben der Behörden. Auf Einlassbeschräkungen im Sinne der „Gs“ hat sich auch Pfannes längst eingestellt. Für ihn völlig ok. Aber was kommt vielleicht noch darüber hinaus? Sperrstunde? Weitgehende Kapazitätsbeschränkungen? Maske? „Wenn wir öffnen, dann richtig. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, aber weiteren Einschränkungen würden wir uns nicht anschließen“, so Pfannes.

Letzte Unsicherheit: Was gilt zusätzlich zu 3G?

Das ist auch die letzte Unsicherheit, die den Chef der „Villa“ umtreibt. Mehr Kontrollen seien kein Problem („damit werden wir fertig“), aber sollte für die Clubs eine Sperrstunde um beispielsweise 1 Uhr kommen, werde man nicht öffnen. Aber „Foti“, wie er genannt wird, ist zuversichtlich. Jeden Tag war er zuletzt in seiner „Villa“. Auch wenn im Prinzip alles beim Gewohnten bleibt, hat er renoviert, geweißelt und hergerichtet. Das „Libella“ ist einen Schritt weitergegangen: Ein „umfassendes, neues Konzept, das die Wurzeln nicht vergisst“, kündigt Dietmar Pfannes an. Vor allem an den Samstagen werde das spürbar sein.

Auf eine „emotional sehr schwierige Zeit“ blickt Foti zurück. Seit über 20 Jahren betreibt er den Traunsteiner Club „Villa“ schon. Auch für die Stammgäste muss es ähnlich gewesen sein. „Wir haben in den letzten anderthalb Jahren tausende Zuschriften bekommen. ‚Wir brauchen Dich‘, hieß es zum Beispiel immer wieder“, erzählt er. All die Gerüchte um eine mögliche Schließung der „Villa“ hat natürlich auch Fotios Tsagkas gehört. Aber er schüttelt nur den Kopf: „Für uns war immer klar: Zusperren wird kein Thema sein!“ Eher das Gegenteil. Ein eigenes Villa-Bier ist in Planung und einen eigenen Rock-Song hat Foti geschrieben, der jetzt von einer regionalen Band eingespielt wurde und kurz vor der Veröffentlichung steht.

Ob sich das Fortgehverhalten geändert hat?

Werden sich die Leute am Anfang noch eher zurückhalten angesichts der Pandemie? Hat sich das Fortgehverhalten verändert? Im Altenmarkter „Libella“ geht man am Anfang von einem gewissen „Nachholbedarf“ aus, vor allem bei den Stammgästen. Aber darüber hinaus sei die Frage schwer zu beantworten. Club-Betreiber Pfannes: „Man darf nicht vergessen, dass ja nach anderthalb Jahren Pandemie quasi ein bis zwei komplett neue Jahrgänge dazukommen, die müssen da ihren Weg erstmal finden. Für die ist ein Clubbesuch ja eine ganz neue Erfahrung.“

Wann genau „Villa“ und „Libella“ dann wieder aufmachen, hängt also nur noch vom offiziellen „Go“ der Staatsregierung ab. Sollte es das erste Oktober-Wochenende werden, womit allgemein gerechnet wird, geht es in der Traunsteiner „Villa“ schon am Freitag (1. Oktober) wieder los, im Altenmarkter „Libella“ dann am Samstag (2. Oktober).
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xe

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