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OB Hümmer sieht die Stadt „wieder aufblühen“

Bürgerversammlung in Traunstein: Energie, Wohnen, Verkehr - und ein neues Stadtfest?

Online-Bürgerversammlung 2022 in Traunstein
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Bei der Online-Bürgerversammlung 2022 in Traunstein von links: Oberbürgermeister Christian Hümmer, Ordnungsamtsleiter Siegfried Wesselak und Pressesprecherin Agnes Giesbrecht.

Oberbürgermeister Hümmer sieht Traunstein „wieder aufblühen“: Aber die Menschen der Stadt stellten in der Online-Bürgerversammlung trotzdem bohrende Fragen - es drehte sich vor allem um Verkehr, Energie, Wohnen und die Festkultur.

Traunstein - Den Georgiritt gerade herrlich gefeiert und das Frühlingsfest steht vor der Tür: „Auch wenn es schwere Zeiten sind, Traunstein blüht im Moment wieder auf“, so Oberbürgermeister Christian Hümmer (CSU) bei der Online-Bürgerversammlung am Montag (2. Mai; unten im Video). Ein zentrales Thema: die Energieversorgung. Dazu holte sich der OB eigens Stadtwerke-Chef Stefan Will ins Studio. Der stellte klar: Engpässe beim Gas wird es in der kommenden Zeit nicht geben.

Bürgerversammlung in Traunstein: „Geothermie nicht aus dem Blick verlieren“

„Gemeinsam im Verbund mit anderen Kommunen kaufen wir Jahre im Voraus ein“, klärte Will auf. Bis einschließlich 2024 und „großteils“ auch für 2025 hätte man die benötigten Energiemengen für Gewerbe und Privathaushalte bereits beschafft. Darüber hinaus laufen auch bei den Traunsteiner Stadtwerken längst Überlegungen hin zu Alternativen. Ein Wärmenetz, womöglich aus geothermischer Energie gespeist, könnte es werden. Doch das hängt von mehreren Faktoren ab.

Unterm Traunsteiner Stadtgebiet seien die Voraussetzungen für Geothermie nicht gut genug. Man wäre auf benachbarte Projekte, möglicherweise in Litzlwalchen bei Nußdorf angewiesen, die aber „nicht unumstritten“ seien, so Will. Außerdem müssten zuallererst Großkunden wie das Krankenhaus oder der künftige „Campus Chiemgau“ als Abnehmer gefunden werden, bevor auch „die Fläche“ versorgt werden könnte. Und natürlich könne die „Dekarbonisierung“ der Stadtwerke auch nicht in wenigen Jahren realisiert werden. OB Hümmer hielt aber fest: „Die Geothermie sollten wir nicht aus dem Blick verlieren.“

Bewerbungen für Wohnbaugebiet Seiboldsdorf noch heuer?

Schnell gehen soll es dagegen beim geplanten Wohnbaugebiet Seiboldsdorf. Heuer will die Stadt laut Hümmer das Planungsverfahren zu Ende bringen. Damit könnte auch die Bewerbungsphase noch 2022 beginnen. Die Vergabe wird wieder über ein Punkteverfahren abgewickelt, das jenem bei jüngsten Baugebiet in Traunstorf ähneln soll. Und das nächste Baugebiet stehe schon in den Startlöchern: 8000 Quadratmeter hat die Stadt südlich der Chiemsee- und westlich der Lindenstraße dazu gekauft. Im Gegensatz zu Seiboldsdorf stecken die Planungen dafür jedoch noch in den Kinderschuhen.

Bei den Bürgerfragen spielt der Verkehr bei Bürgerversammlungen gewöhnlich eine große Rolle. Für die Schierghofer Straße neben dem Krankenhaus wurde ein kostenloses Parken für die Anwohner und eine Sperrung für den Durchgangsverkehr gefordert. Der Hintergrund: Viel Parksuchverkehr. OB Hümmer versprach, das kostenlose Parken für die Anwohner rechtlich zu prüfen, zu einer Sperrung äußerte er sich aber skeptisch. „Nutzen Sie lieber das Parkhaus, auch wenn es vielleicht ein bisschen Übung braucht.“

Heuer neu: „Italienische Nacht“ in Traunstein

Vorgestellt wurde in der Bürgerversammlung außerdem Hans-Peter Weiß, der neue Geschäftsführer des Traunsteiner Stadtmarketings und damit Nachfolger von Jürgen Pieperhoff. Weiß kündigte eine neue Veranstaltung, eine „italienische Nacht“, an, ohne mehr Details zu nennen. Und ein großes Stadtfest, wie es früher in Traunstein Tradition hatte? „Ob ein Fest wieder so groß werden muss, mit Festivalcharakter, darüber muss man diskutieren“, bremste der Oberbürgermeister die Erwartungen. Hümmer sprach sich mehr für „kleinere, gemütliche“ Veranstaltungen aus, die ebenfalls alle Bevölkerungsschichten ansprechen.

xe

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