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Drogenversteck befand sich nahe eines Spielplatzes

Heroin und Kokain: Waldkraiburger Dealer müssen für Jahre ins Gefängnis

  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Sie sollen Kokain und Heroin in großem Stil nach Waldkraiburg gebracht und dort verkauft haben - zwei Männer stehen deshalb heute vor dem Traunsteiner Landgericht.

Update, 18.26 Uhr - Waldkraiburger Dealer müssen für Jahre ins Gefängnis

Über Monate handelten sie 2019 im Raum Waldkraiburg mit Kokain und Heroin, jetzt fiel im Revisionsprozess vor dem Landgericht Traunstein das Urteil gegen zwei Männer. Ein 37-Jähriger muss für fünf Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Er organisierte in erster Linie das Rauschgift. Sein 23-jähriger Komplize war für den Weiterverkauf zuständig. Das Urteil gegen ihn lautet auf zweieinhalb Jahre Haft. Allerdings sitzen die beiden aus Albanien stammenden Männer auch schon seit Dezember 2019 in Untersuchungshaft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Update, 16.29 Uhr - Plädoyers gehalten

Die Plädoyers sind gehalten - und damit wird auch die Strafe ersichtlich, die den beiden Waldkraiburger Drogendealern drohen könnte. Geht es nach der Staatsanwaltschaft, muss der 37-jährige Hauptangeklagte für fünf Jahre und neun Monate ins Gefängnis: „Es ist eine Vielzahl an Fällen, es handelt sich um harte Drogen mit hohem Abhängigkeitspotenzial und es waren hohe Mengen.“ Der 24-Jährige soll demnach zwei Jahre und neun Monate Haft bekommen.
  
Für die beide Angeklagten spreche, dass viel Rauschgift beschlagnahmt werden konnte und somit nicht in Umlauf kam. Außerdem hätten die Männer mit der Staatsanwaltschaft kooperiert und sowohl Lieferanten, als auch Abnehmer genannt.
  
Der Anwalt des 37-Jährigen argumentiert, sein Mandant habe aus einer Notlage heraus gehandelt. Schließlich habe er die Schulden für die Krebstherapie seiner Eltern bezahlen müssen. „Er handelte nicht eigensüchtig oder um Profit zu machen, sondern weil er wegen eines persönlichen Schicksals in eine Notlage kam.“ Maximal vier Jahre Haft fordert er für den Hauptangeklagten

Der Verteidiger des 24-jährigen Angeklagten sieht zwei Jahre und drei Monate Haft als ausreichend. Er sei nicht der Initiator der Straftaten gewesen und sei nur über den Hauptangeklagten zum Drogenhandel gekommen. „Er ist da in etwas hineingetrieben worden.

Nun fehlt nur noch das Urteil des Traunsteiner Landgerichts unter Vorsitz von Richterin Heike Will. 

Update, 13.58 Uhr - Heroin und Kokain: So erklären die Waldkraiburger Drogendealer ihre Taten

Auch wenn der Tatvorwurf bereits durch die erste Verhandlung am Landgericht „rechtskräftig feststeht“, wie die Vorsitzende Richterin Heike Will betont, können sich die beiden Angeklagten nochmal dazu äußern. Der 37-jährige Hauptangeklagte räumt die Taten inzwischen auch komplett ein.
 
Bekannt wird, dass die beiden Männer auch selbst konsumierten: Der 37-Jährige spricht gar von jeweils zwei Gramm Kokain und zwei Gramm Heroin täglich. Seine Eltern seien in Albanien schwer an Krebs erkrankt, für die Behandlung habe sich der 37-Jährige deshalb hoch verschuldet. „Das Tatmotiv für den Drogenhandel war, die Schulden zurückbezahlen zu können“, so sein Verteidiger. Erst ab 2019 sei er in Verbindung mit Rauschgift gekommen, habe zuvor in Waldkraiburg unter anderem als Bodenleger oder als Autohändler gearbeitet.
 
Der zweite Angeklagte, 24 Jahre alt, kam 2019 aus Albanien nach Waldkraiburg. Weil er keine Arbeit fand, nahm ihn der Hauptangeklagt in seiner Wohnung auf. „Er riet ihm, neben den Rauschgiftgeschäften auch selbst zu konsumieren, weil die Taten dann in einem milderen Licht gesehen werden könnten“, so sein Anwalt. Gegen den 24-Jährigen liegt auch bereits ein Ausweisungsbescheid vor. „Er will so schnell wie möglich wieder nachhause“, so der Verteidiger.

Im nächsten Schritt werden Verteidiger und Staatsanwaltschaft die Plädoyers halten. Auch das Urteil wird heute noch verkündet.  

Update, 12.14 Uhr - Prozess jetzt eröffnet

Im Dezember 2019 hob die Polizei einen Drogenring in Waldkraiburg aus, jetzt stehen zwei Männer deswegen vor Gericht. Der Prozess gegen einen 37-Jährigen und seinen 23 Jahre alten Komplizen, beide stammen aus Albanien, ist eröffnet. Durch die Verlesung der Anklageschrift durch den Staatsanwalt werden die Details bekannt.

Von Mai bis Dezember 2019 soll der 37-Jährige monatlich jeweils 100 Gramm Kokain und Heroin von verschiedenen Händlern nach Waldkraiburg geliefert bekommen haben. Die Aufgabe des jüngeren Angeklagten sei es dann gewesen, denn Stoff in der Region weiterzuverkaufen. Von einem „schwunghaften Handel“ spricht der Staatsanwalt.
 
Im Oktober 2019 habe die Polizei dann eines der Drogenverstecke in Waldkraiburg gefunden: An einem Trafohäuschen, ausgerechnet ganz in der Nähe des Spielplatzes Am Kalander. Dort fand man zwölf verkaufsfertige Päckchen Heroin und ein Päckchen Kokain mit jeweils rund einem Gramm des Rauschgifts.
 
Im November 2019 habe der 37-Jährige dann eine weitere Drogenlieferung aus Ismaning bekommen - ein Kilo Kokain und zehn Gramm Marihuana. Die nächste Lieferung dann Anfang Dezember 2019, als der 37-jährige Angeklagte knapp 500 Gramm Kokain von einem Kurier entgegengenommen haben soll. Der 23-jährige Angeklagte sollte es dann wieder verkaufen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung am 9. Dezember 2019 in Waldkraiburg flog die Sache auf.
 
Wegen gemeinschaftlichem, unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln sind die beiden Männer angeklagt. Sie stehen wegen der Fälle nicht zum ersten Mal vor Gericht: Im November 2020 wurden sie vor dem Landgericht Traunstein schon einmal verurteilt, doch die Revision war erfolgreich. Dass die Angeklagten schuldig sind, sah auch der Bundesgerichtshof so, doch das Traunsteiner Gericht müsse neu über die Strafhöhe verhandeln

Erstmeldung:

Waldkraiburg/Traunstein - Im Dezember 2019 hob die Polizei einen Drogenring in Waldkraiburg aus, jetzt stehen zwei Männer deswegen vor Gericht. Der Prozess gegen einen 37-Jährigen und seinen 23 Jahre alten Komplizen beginnt am Dienstag (31. August) um 9.30 Uhr vor dem Landgericht in Traunstein. Laut Staatsanwaltschaft sollen sie im Jahr 2019 einen „schwunghaften Handel mit Kokain und Heroin“ im Raum Waldkraiburg betrieben haben.

Kokain und Heroin: Prozess um Drogenhandel in Waldkraiburg

Es geht um rund 2,5 Kilogramm Kokain und etwa ein Kilogramm Heroin, das die Männer nach Waldkraiburg geschafft und dort dann teils weiterverkauft haben sollen. Besonders schockierend: Ein Trafohäuschen an einem Spielplatz in Waldkraiburg soll als Lagerplatz für verkaufsfertig abgepacktes Heroin gedient haben. Wegen unerlaubtem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln sind die beiden angeklagt.
innsalzach24.de wird aktuell aus dem Traunsteiner Landgericht berichten.

xe

Rubriklistenbild: © dpa/Boris Roessler

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