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Prozess wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und IS-Symbol

„Allah hat befohlen“: Sympathisiert Ruhpoldinger mit dem Islamischen Staat?

Er soll in Ruhpolding eine Marienstatue zerstört und Menschen mit dem Messer bedroht haben - auch verbotene Symbole des „Islamischen Staats“ fand die Polizei bei ihm: Ein 31-Jähriger stand nun vor dem Landgericht.

Ruhpolding/Traunstein - Er kam im November 2015 aus dem Irak nach Deutschland, doch seitdem sollen sich die Straftaten eines 31-Jährigen gehäuft haben. Am Dienstag (15. März) stand ein Mann vor dem Landgericht Traunstein, der zuletzt in einer Ruhpoldinger Flüchtlingsunterkunft wohnte. Weil bei ihm eine psychische Krankheit diagnostiziert wurde, ist der Angeklagte derzeit im Wasserburger Inn-Salzach-Klinikum untergebracht. Wegen seiner Krankheit hält es die Staatsanwaltschaft für möglich, dass der Iraker im Zustand verminderter Schuldfähigkeit oder gänzlicher Schuldunfähigkeit gehandelt hat.

Messerattacken, Drogen, IS-Profilbild und eine zerstörte Marienstatue

Als Whatsapp-Profilbild soll der 31-Jährige die Fahne der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) verwendet haben. Sie ist seit 2014 in Deutschland verboten. Zwar ließ er über seinen Anwalt Harald Baumgärtl angeben, kein IS-Anhänger zu sein, und betonte das auch selbst, aber wirklich erklären konnte er dem Landgericht das Bild auch nicht. Die Fahne habe „keine Bedeutung“ und er hätte kein anderes Bild gehabt. Ein Bild von sich selbst zu zeigen sei „haram“, also nach dem islamischen Recht ein Tabu.

Im September 2020 soll der Mann im Ruhpoldinger Flüchtlingsheim randaliert und Mitbewohnern mit einem Küchenmesser und einer leeren Weinflasche gedroht haben. Einem Mitbewohner warf er vor, ein christlicher Pastor zu sein - die Worte „Christiani nicht gut“, sollen gefallen sein. Er sei an jenem Tag alkoholisiert gewesen, erklärte er vor Gericht - und außerdem hätten Mitbewohner behauptet, dass „unser Prophet verrückt“ sei. Weiter wird ihm vorgeworfen, in den Wochen zuvor eine Marienstatue am Hadermarkt in Ruhpolding und Hunde-Verbotszeichen auf dem Grundstück eines Ruhpoldingers beschädigt zu haben.

„Befehle“ von Allah: Hörte Angeklagter Stimmen?

„Das gibt mein Mandant zu. Er sagt, Allah habe es ihm befohlen“, so Verteidiger Baumgärtl. „Hunde sind unrein“, ergänzte der Angeklagte. Die Vorsitzende Richterin Heike Will hakte bzgl. der „Stimmen“, die der 31-Jährige wohl hört, nach und kam auf die Vorfälle in der Flüchtlingsunterkunft zurück - worauf der Angeklagte gestand: „Wenn Allah mir befohlen hätte, zuzustechen, hätte ich ihn wahrscheinlich umgebracht.“ Außerdem wurde bekannt, dass der Mann im April 2020 eine Schaffnerin im Zug zwischen Traunstein und Ruhpolding auch schon mit einem Messer bedrohte und als „Schlampe“ beschimpfte.

Zuletzt fand die Polizei bei einer Durchsuchung im März 2021 in Ruhpolding beim Angeklagten Drogen. Knapp fünf Gramm Chrystal Meth stellten die Beamten fest. Vor Gericht gab er am Dienstag an, dass das lediglich „kurdische Kaugummis“ gewesen seien. Eine Verhandlungspause nutzte der 31-Jährige im Sitzungssaal für ein Gebet. chiemgau24.de wird nachberichten, welches Urteil das Traunsteiner Landgericht gegen den Mann gesprochen hat.

xe

Rubriklistenbild: © Uncredited

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