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Jetzt Urteil vor Landgericht Traunstein gefallen

Unterwössener wollte Kloster Frauenchiemsee mit Rohrbomben in Luft jagen

Kloster Frauenchiemsee Archivbild
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Kloster Frauenchiemsee (Archivbild).

Traunstein/Unterwössen/Chiemsee – Ein Mann aus Unterwössen hat sich jetzt vor dem Landgericht Traunstein verantworten müssen. Der Vorwurf: Er habe Rohrbomben gebaut und geplant, damit das Kloster Frauenchiemsee in die Luft zu jagen.

Inzwischen ist auch ein Urteil gefallen. Die zweite Strafkammer des Landgerichtes Traunstein unter Vorsitz von Richter Andreas Bartschmid hat am Montag (17. Oktober) entschieden, dass der Angeklagte wegen Schuldunfähigkeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird. Die Maßregelung wurde unter strikten Auflagen zur Bewährung ausgesetzt, wie die Passauer Neue Presse nun berichtet.

Im Verlauf der Verhandlung wurde deutlich, dass der Angeklagte unter Wahnvorstellungen litt. Zum Tatzeitpunkt stand der Beschuldigte unter starkem Stress, litt unter Schlafstörung und stand unter dem Einfluss von Cannabis. Zudem wurde bekannt, dass es die eigene Ehefrau war, die auf die brandgefährlichen Aktivitäten ihres Gatten aufmerksam geworden und daraufhin die Polizei eingeschaltet hatte.

Laut Vorwurf der Staatsanwaltschaft hatte der Mann zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt im Mai 2022 im Keller seines Hauses vier Rohrbomben gebastelt. Dabei zeigte sich der Angeklagte - laut Anklageschrift - „kreativ“, denn er verwendete dazu handelsübliche Materialien wie Reißnägel, Dachpappenägel oder Spülschwämme, die man in jedem Baumarkt kaufen kann. Im weiteren Verlauf zersägte er ein PVC-Rohr in vier Teile, die als „Basis“ für die Bomben dienen sollten. Außerdem fügte er Feuerwerkskörper und Zünder hinzu. Verschlossen wurde das Ganze durch Panzertape. Anschließend wollte der Angeklagte damit das Kloster Frauenchiemsee in die Luft sprengen, hieß es in der Anklageschrift weiter. Da der Mann sich im Prozess einsichtig zeigte und das Urteil, genau wie die Staatsanwaltschaft, akzeptierte, ist dieses bereits rechtskräftig.

mw

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