Beteiligter verurteilt

Prozess zeigt: So läuft der Drogenhandel in Traunstein ab

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Traunstein - Wegen 115-fachen Rauschgifthandels wurde am Donnerstag ein Traunsteiner verurteilt - man bekommt Einblick, wie die Dealer zum Teil vorgehen.

Verurteilt wurde ein 38-jähriger Traunsteiner, der zwischen April und September 2018 am Marihuana-Handel in Traunstein beteiligt war. Die Drogengeschäfte liefen meist folgendermaßen ab: Ein weiterer Dealer, den die Justiz ebenfalls schon im Visier hat, machte im Bereich der Güterhallenstraße und des Villaparks die Geschäfte klar. Dann wurde vereinbart, dass die Ware rund 20 Minuten später vor einem unbeteiligten italienischen Restaurant übergeben wird.

Der Dealer holte in dieser Zeit dann die Ware in der Wohnung des Angeklagten ab, die Übergabe erfolgte schließlich vor dem Restaurant. Das Gramm Marihuana wurde meist für 12,50 Euro verkauft, der angeklagte Traunsteiner erhielt einen Euro Provision. In elf der 115 Fälle sollen letztlich auch Minderjährige die Abnehmer des Rauschgifts gewesen sein. Bei einer Wohnungsdurchsuchung am 27. September 2018 fiel der Angeklagte dann auf, als ein Marihuanalager im Auge seiner Waschmaschine gefunden wurde. 

Wie das Trostberger Tagblatt berichtet, wurde der 38-jährige Traunsteiner zu einer Bewährungsstrafe von 15 Monaten verurteilt. Die Bewährungszeit beträgt vier Jahre, die strengen Auflagen sehen unter anderem vier Drogenscreenings pro Jahr und einen Bewährungshelfer an seiner Seite vor. Das Gericht ging laut Zeitungsbericht nicht davon aus, dass der Angeklagte gewerbsmäßigen Handel betrieb. 

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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