Parkgebühren vorm Schwimmbad bleiben Thema, aber: 

Stadt lässt wohl doch die Finger von Kassenautomaten

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Traunstein - Die Sparmaßnahmen im Schwimmbad werden immer konkreter: Auf die unbeliebte Anschaffung von Kassenautomaten (statt Personal) wird nun wahrscheinlich verzichtet. 

Die Anschaffung und der Umbau des Eingangsbereichs wäre teuer (rund 100.000 Euro), ganz auf Personal könnte man weiterhin nicht verzichten, weil der Automat geleert und gewartet werden muss und die Badegäste könnten beim Automaten einen falschen bzw. günstigeren Tarif wählen - der Hauptausschuss der Stadt hat sich nun einstimmig gegen Kassenautomaten am Schwimmbad ausgesprochen.

Zwei Euro Parkgebühr pro Tag geplant

Der bei unseren Lesern ausgesprochen unbeliebte Vorschlag dürfte damit vom Tisch sein. Doch bei den ebenfalls unbeliebten, geplanten Parkplatzgebühren (siehe unten) vor dem Schwimmbad ist man nun einen Schritt weiter: Zwei Euro Tagesgebühr will man für die 146 Stellplätze direkt am Schwimmbad verlangen, für Kurzparker einen Euro. 5500 Euro würde der Automat wohl kosten.

"Es geht hier nicht um die Einnahmen, die für die Stadt in diesen vier Monaten eher gering ausfallen werden, sondern darum, dass wir mehr Leute dazu bringen wollen, auf dem Festplatz zu parken", so Oberbürgermeister Christian Kegel. Vor allem an gut frequentierten Tagen herrscht rund ums Schwimmbad eine teils chaotische Parksituation. 

Parkgebühren: Rechtlich könnte es noch verzwickt werden

Doch die Wildparkerei zum Beispiel zwischen den Bäumen entlang der Bundesstraße könnte trotzdem noch kompliziert werden für die Stadt: Will die Stadt vor dem Schwimmbad Parkgebühren verlangen, muss die gebührenpflichtige Fläche rechtlich genau abgegrenzt sein. "Zwischen den Bäumen wird das schwierig, außerdem gehört der Stadt der Grund nicht", hieß es dazu aus der Verwaltung. Denkbar wäre auch eine Schranke, die aber wiederum teuer wäre - und wie machen es dann die Anwohner?

Den Parkgebühren wurde ohne Gegenstimme zugestimmt, jedoch sollen die rechtlichen Fragen noch geklärt werden. Einstimmig sprach sich der Hauptausschuss auch für die Senkung der Wassertemperatur im Sportbecken um ein Grad auf 24,5 Grad aus. Das letzte Wort hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag. Ende November wurde bereits eine leichte Anhebung der Eintrittsgebühren beschlossen.

So votierten unsere Leser

xe

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