Seeon-Seebrucker muss saftige Geldstrafe zahlen

Versuchen Sie nie, einen Anwalt mit RTL2 zu erpressen - das wird teuer!

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Traunstein - Er bewertete einen Anwalt im Internet schlecht, dann begann ein Rechtsstreit, der schließlich in einer versuchten Erpressung endete - ein Seeon-Seebrucker wurde jetzt verurteilt.

Wegen versuchter Erpressung wurde ein Mann aus Seeon-Seebruck zu einer Geldstrafe in Höhe von 24.000 Euro verurteilt. Das Urteil fiel am Mittwoch vor dem Amtsgericht Traunstein. Das war passiert: Der Mann hatte einen Zivilrechtsstreit vor dem Landgericht und schrieb danach im Mai 2018 Folgendes auf dem Portal anwalt.de:

"Ich ging anfangs davon aus, dass Herr Gruber (Name von der Redaktion geändert) in Baurechtsfragen einfach überfordert ist - bis sich herausstellte, dass er gleichzeitig auch für die Gegenseite arbeitete. Geht unvorbereitet in Verhandlungen, kann weder eine Rechnung prüfen noch stellen - unprofessioneller 'Sumpfanwalt' auf RTL2-Niveau. Sein Kollege hat seinen Bewertungsbereich nach Eingriff des OLG München bereits geschlossen. Einschaltung der Aufsichtsbehörden sowie Schadensersatzforderungen gegen Herrn Gruber sind in Vorbereitung."

Nachdem sich sein Anwalt wiederum einen Rechtsanwalt nahm und der den Seeon-Seebrucker aufforderte, den Eintrag zu entfernen, schrieb der Angeklagte: "Passen Sie auf, was Sie schreiben. Immerhin hat RTL2 ein Millionenpublikum. Wir können die Sache auch abkürzen. Ihr Kollege Gruber ersetzt einfach den durch ihn entstandenen Schaden - ca. 30.000 Euro - dann erspart er sich weiteren gerichtlichen Ärger und Ärger mit einer Aufsichtsbehörde." Das Gericht wertete dies als versuchte Erpressung. 

xe

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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