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Ein „zweites urbanes Zentrum“ soll entstehen

Das sind die Siegerentwürfe: Sieht so die Zukunft des Traunsteiner Bahnhofsviertels aus?

Oberbürgermeister Christian Hümmer (links) vor einem der beiden Siegerentwürfe zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes in Traunstein.
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Oberbürgermeister Christian Hümmer (links) vor einem der beiden Siegerentwürfe zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes in Traunstein.

Die Stadt will das Areal rund um den Bahnhofsvorplatz in Traunstein neu gestalten - etliche Architekten reichten dafür ihre Vorschläge ein, die Sieger wurden nun gekürt. Wir stellen die Pläne vor und haben mit Oberbürgermeister Hümmer gesprochen, wie es jetzt weitergeht.

Traunstein - Geht es nach den Ideen der Architekturbüros, würde das Umfeld des Traunsteiner Bahnhofs in Richtung Osten so richtig umgekrempelt. In den acht eingereichten Modellen sieht man Abrisse und moderne Neubauten anstelle des Kinos oder des „Nuts“, man entdeckt weit ausladende Fahrrad- und Fußgängerbrücken über die Gleise oder eine Promenade mit Zebrastreifen über die Herzog-Friedrich-Straße. „Es ist natürlich nur ein Ideenwettbewerb, eine Anregung, ohne einen Zwang für uns, einen Entwurf eins zu eins umzusetzen“, stellt Oberbürgermeister Christian Hümmer im Gespräch mit chiemgau24.de schließlich klar.

Entwürfe zur Umgestaltung des Bahnhofsareals in Traunstein jetzt öffentlich

Am Donnerstag (19. Januar) wurden die Entwürfe im Kapuzinersaal der Klosterkirche ausgestellt - und zwei Sieger gekürt. Preisgeld: jeweils 17.000 Euro. Bis 19. Februar kann auch die Öffentlichkeit die Entwürfe studieren. Nun wird der Stadtrat die beiden Siegerentwürfe analysieren. Für OB Hümmer (CSU) steht aber fest: eine Fahrradbrücke über die Gleise sollte kommen und der Brunnen könnte eine Nummer kleiner ausfallen. „Außerdem sehe ich am Bahnhof vorbei auch in Zukunft Individualverkehr und eine Fußgängerzone hinunter zur Herzog-Friedrich-Straße.“

Das sind die beiden Siegerentwürfe

Der erste Siegerentwurf der Büros „Gresz + Kaiser“ (Ulm) und „hirner & riehl“ (München) belässt den Kino-Gebäudekomplex, südlich davon sieht er jedoch Neubauten mit offenem Innenhof und einem attraktiven Durchgang zur Crailsheimstraße vor. Die Fahrradbrücke vom Campus endet beim Busbahnhof. Das jetzige Gebäude des Eiscafés wird auf vier Stockwerke erhöht. Bei der Querung der Herzog-Friedrich-Straße soll eine Ampel entstehen. „Man soll sich nicht wie ein Hartz-Vier-Empfänger fühlen, wenn man am Bahnhof sitzt. Und der Vorplatz sollte entrümpelt werden“, drückte es ein Vertreter des Architekturbüros aus.

Entwurf der Büros „Gresz + Kaiser“ sowie „hirner & riehl“. Ansicht von West nach Ost.
Der Plan von „Gresz + Kaiser“ sowie „hirner & riehl“ aus der Vogelperspektive.

Der zweite Siegerentwurf kommt vom Architekturbüro „lohrer.hochrein“ aus München. Auch hier bleiben Kino und Eiscafé unberührt, die Radlerbrücke geht aber nicht nur über die Bahngleise, sondern auch über die Straße vor dem Bahnhof. An der Crailsheimstraße sieht der Entwurf neue Stadtvillen und ein Bistro mit Gastgarten vor. Ein neuer Weg verbindet die Fußgängerzone (Bahnhofstraße) mit der Crailsheimstraße. „Ein hochwertiger Mix von schulaffinem Gewerbe, Co-Working und attraktivem Wohnungsbau im Grünen“ schwebt den Architekten vor.

Entwurf des Büros „lohrer.hochrein“. Blick von der Sparda-Bank hinüber zum Kino-Komplex.
Der Plan von „lohrer.hochrein“ aus der Vogelperspektive.

Für die Stadtverwaltung und den Oberbürgermeister hat das Bahnhofsviertel Gewicht. Denn mit der Entstehung des Campus westlich des Bahnhofs soll auch der Vorplatz herausgeputzt und neu geordnet werden. „Wir wollen eine durchgängige städtebauliche Achse vom Stadtplatz bis zum Campus Chiemgau“, so Christian Hümmer. Von einem „zweiten urbanen Zentrum“ spricht er. Und klar ist auch, mit den Eigentümern der Gebäude weiterhin in engem Austausch zu bleiben. Sie seien im Vorfeld des Ideenwettbewerbs natürlich eingebunden gewesen und das Eigentum werde „selbstverständlich respektiert.“

Der Kino-Komplex wird wohl so bleiben“, verriet Hümmer grob die Absichten der Gebäudeeigentümer rund um den Bahnhofsvorplatz. Gegenüber des Busbahnhofs wollten die Inhaber aber sowieso „Entwicklungen anstoßen“. Und in Richtung Norden, hinunter zur Kreuzung Herzog-Friedrich-Straße/Wasserburger Straße, hat die Rosenheimer Unternehmensgruppe Hartinger die Baugenehmigungen für neue Bürogebäude bereits fix erhalten. Daher steht schon jetzt fest: In den nächsten Jahren wird sich rund um den Traunsteiner Bahnhof einiges tun.

xe

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