Der Hauptausschuss ist sich einig

Sparkurs: Weniger Erzieherinnen in der Kinderbetreuung

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Traunstein - Sparmaßnahmen auch bei den Kindergärten werden schon länger diskutiert - jetzt zeichnet sich ein Beschluss ab: Beim Personal soll geringfügig gespart werden.

Im Schnitt kommt in Traunsteins Kinderkrippen momentan eine Erzieherin auf 7,76 Kinder, bei den Kindergärten ist es eine Erzieherin auf durchschnittlich 9,37 Kinder. Der Hauptausschuss sprach sich am Donnerstag einstimmig dafür aus, dass dieser Anstellungsschlüssel angepasst werden soll: 1 zu 8 in den Krippen, 1 zu 10 in den Kindergärten. Endgültig entscheiden wird der Stadtrat in der kommenden Woche.

Personaldecke in Kindergärten war bisher überdurchschnittlich gut

Der Vorschlag deckt sich mit einer Empfehlung des "Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes", der einen Anstellungsschlüssel von 1 zu 10 vorschlägt. Der Mindestanstellungsschlüssel liegt bei 1 zu 11 - damit lag die Personalausstattung in Traunstein bisher weit über den Empfehlungen und wird sich künftig, trotz der Einsparungen, etwa im bayerischen Schnitt bewegen

Rund 300.000 Euro könnte die Stadt dadurch jährlich einsparen. Wie sich die "Personalanpassungen" konkret in den Kindergärten auswirken werden, lässt sich noch nicht sagen. Etwas kürzere Öffnungszeiten sind genauso möglich, wie weniger Ferienbetreuung - das wird sich noch zeigen. Stimmt auch der Stadtrat zu, soll der Schritt "baldmöglichst, aber ohne Kündigungen" umgesetzt werden. 

Die Personalausstattung in KiTas und Kindergärten auf den Mindestanstellungsschlüssel von 1 zu 11 zu drücken, war im Hauptausschuss aber kein Thema - so hätte noch wesentlich mehr gespart werden können. Auch eine denkbare Erhöhung der Kindergartengebühren für die Eltern wurde nicht mehr diskutiert.

Dadurch, dass der Stadtrat im Januar den Haushaltsentwurf mehrheitlich ablehnte, müssen im Gegenzug Sparmaßnahmen getroffen werden. Für 2017 ist eine Netto-Neuverschuldung von 8,5 Millionen Euro vorgesehen. Fix ist bisher, dass auch bei den anderen städtischen Angestellten gespart und die Verwaltungsstruktur gestrafft werden soll. Auch für das Schwimmbad wurden kürzlich konkrete Maßnahmen diskutiert und nun geprüft.

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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