"Summen, die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können"

Hohe Folgekosten befürchtet: Wer betreibt die Klosterkirche?

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Traunstein - Die Stadt oder ein Externer: Wer soll die Klosterkirche künftig betreiben? Zweiter Bürgermeister Zillner sieht Summen kommen, "die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können."

Management, Werbung, Technik, Hausmeister, Reinigung... Wer soll all das in die Hand nehmen, wenn das Kulturzentrum Klosterkirche im kommenden Jahr in Betrieb gehen wird? Der Kulturausschuss beriet am Dienstag erstmals über diese Frage. Es zeichnete sich eine 6:3-Mehrheit ab, dass die Klosterkirche künftig von einem externen Betreiber geführt werden soll.

Kegel: "Einem Profi anvertrauen"

Lesen Sie außerdem: Die aktuelle Kostenberechnung für die Klosterkirche

"Beim Personal werden unterm Strich Summen auf uns zukommen, die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können", so unter anderem Zweiter Bürgermeister Hans Zillner. Als Beispiel nannte er die Wochenendzuschläge bei öffentlich Bediensteten. Die Stadt orientiert sich bisher mit einem Personalkörper ähnlich wie beim Trostberger Postsaal und rechnet grob mit Personal- und Sachkosten von 350.000 Euro. Die passenden Leute müsste die Stadt erst finden

Zillner führte einen weiteren Grund auf, der für einen externen Betreiber spräche: "ARTS, Kunstverein und Galerie haben das bisher im Kleinen ja wirklich gut gemacht, aber künftig brauchen wir jemanden, der noch besser organisiert ist und noch mehr Wissen hat." Auch Oberbürgermeister Kegel sprach sich dafür aus, die Sache "einem Profi anzuvertrauen, der ein großes Netzwerk hat. Das haben wir in der Stadtverwaltung nicht."

Könnte es die Stadt auch selber?

Was rund um die Klosterkirche schon alles gefunden wurde

"Die Stadt sollte das selber machen, wir hatten doch bisher in der Klosterkirche auch ein gutes Programm. Ein Externer verlangt von unseren Vereinen dann vielleicht Mieten und die Stadt muss dann dafür einspringen", zeigte sich Monika Stockinger als vehemente Fürsprecherin, dass die Stadt es selbst macht. "Wenn wir Millionen in die Hand nehmen, soll es auch ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt bleiben. Ich habe sonst Angst um das Profil der Klosterkirche", meinte auch Ursula Lay. Stockinger, Lay und Hadullah sprachen sich für die Stadt als Betreiberin aus.

Künftiger Blick von der Ludwig-Thoma-Schule in den Pausenhof.

Fest steht aber: Die Städtische Galerie wird weiterhin von der Stadt betrieben werden - und: Wenn alles rund um die Klosterkirche im nächsten Sommer fertig ist, soll es direkt losgehen. "Gegenüber der Bevölkerung wäre es wichtig, dass alles gleich zum Laufen kommt", so Kegel. Ein Vier-Jahres-Vertrag soll im ersten Schritt an einen Externen vergeben werden - wenn sich auch der Stadtrat am Donnerstag dafür ausspricht. Auch über den künftigen Namen wird am Donnerstag entschieden

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xe

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