Zwei junge Männer müssen ins Gefängnis

Straftaten-Serie und Brandstiftungen in Altötting: Urteil gefallen

Altötting/Traunstein - 18 Sachbeschädigungen, zwei Brandstiftungen und ein Sachschaden von rund 80.000 Euro - wegen dieser Straftatenserie im Juli 2020 in Altötting stehen zwei Männer vor Gericht. Am Freitag werden die Plädoyers gehalten.

Update, 13.50 Uhr - Haftstrafen für die Angeklagten

Jetzt ist das Urteil am Traunsteiner Landgericht gefallen: Die beiden Männer sind schuldig der vorsätzlichen Brandstiftung, der versuchten Brandstiftung und der Sachbeschädigung. Beim 25 Jahre alten Angeklagten aus Altötting kommt darüber hinaus noch Diebstahl, Urkundenfälschung und Fahren ohne Führerschein hinzu.

Der Angeklagte aus Altötting muss deshalb für drei Jahre und sieben Monate ins Gefängnis, der 24-jährige Angeklagte aus Erlangen erhält eine Haftstrafe in Höhe von drei Jahren und vier Monaten. Bei beiden wird die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet. Die Verteidiger plädierten zuvor jeweils auf drei Jahre Haft, die Staatsanwaltschaft auf drei Jahre und neun Monate Haft für den Angeklagten aus Altötting, für den Erlanger forderte die Staatsanwaltschaft drei Jahre und sieben Monate Haft.

„Das war wirklich scheiße von uns, es tut uns leid“, so die letzten Worte des 24-jährigen Angeklagten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Binnen einer Woche können Staatsanwaltschaft oder Verteidigung Einspruch dagegen einlegen.  

Erstmeldung, 5.54 Uhr - Straftaten-Serie und Brandstiftungen in Altötting

18 Sachbeschädigungen, zwei Brandstiftungen und ein Schaden von rund 80.000 Euro lautet die Bilanz einer Vandalismus-Serie in der Nacht auf 17. Juli 2020 in Altötting. Deswegen angeklagt sind ein 25-jähriger Altöttinger und ein 24 Jahre alter Mann aus Erlangen. Im Prozess am Traunsteiner Landgericht werden am Freitag, 26. März, ab 9.15 Uhr die Plädoyers gehalten. Womöglich fällt das Gericht unter Vorsitz von Christina Braune auch schon ein Urteil.

Die beiden Männer haben sich bereits geständig gezeigt. Es geht vor allem um Brandstiftung an zwei Gartenhütten in Altötting. Zentral war für das Gericht, ob durch den Brand auch Personen zu Schaden gekommen sind. Weil sich herausstellte, dass in jener Nacht nahezu alle Anwohner ihre Fenster geschlossen hatten und somit kein Rauch in die Wohnungen ziehen konnte, wird nun nicht mehr von einer schweren Brandstiftung, sondern nur noch von einer „einfachen“ Brandstiftung ausgegangen.

innsalzach24.de wird aktuell aus dem Landgericht berichten.

xe

Rubriklistenbild: © Arne Dedert

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