"Amerikanische Faulbrut" in der Gemeinde Surberg festgestellt

Bienenseuche hat sich im Landkreis Traunstein ausgebreitet

Surberg - In der Gemeinde Surberg und der Stadt Traunstein haben bittere Zeiten für die fleißigen Honigsammler begonnen. Dort wurde nun die Bienenseuche, sogenannte "Amerikanische Faulbrut" festgestellt. Dr. Wittmann erklärt, ob die Krankheit Auswirkungen auf uns Menschen oder den Honig hat:

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

In einem Bienenstand in der Gemeinde Surberg wurde die Bienenseuche „Amerikanische Faulbrut“ festgestellt. Das Veterinäramt hat einen Sperrbezirk eingerichtet (Überblickskarte im Anhang). „Für Menschen stellt die Bienenseuche keine gesundheitliche Gefahr dar. Auch auf die Qualität von Honig und Honigprodukten hat sie keinen Einfluss“, erklärt Dr. Stephan Wittmann vom Veterinäramt Traunstein, das die Bekämpfung der Bienenseuche eingeleitet hat und koordiniert.

Bakterielle, hoch ansteckende und anzeigepflichtige Bienenseuche

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle, hoch ansteckende und anzeigepflichtige Bienenseuche. Sie unterliegt der staatlichen Tierseuchenbekämpfung. „Der Erreger wurde im Rahmen einer Routineuntersuchung festgestellt. Ein Amtstierarzt und ein Bienensachverständiger haben den betroffenen Bienenbestand sofort untersucht und dabei erste Krankheitssymptome festgestellt“, so Dr. Wittmann. 

Da die Erkrankung zu einem frühen Zeitpunkt festgestellt wurde und bereits die ersten Bekämpfungsmaßnahmen am Ausbruchsbestand durchgeführt wurden, bestehe die Hoffnung, dass sich die Seuche noch nicht weiter ausgebreitet hat. 

„Um das zu überprüfen und weitere Infektionsquellen ausschließen zu können, werden unverzüglich alle vorhandenen Bienenvölker innerhalb des Sperrbezirks auf Amerikanische Faulbrut untersucht“, erläutert Dr. Wittmann.

Innerhalb des Sperrbezirks ist Folgendes zu beachten:

Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Bewegliche Bienenstände müssen an ihrem Standort bleiben. Zudem dürfen keine Bienenvölker oder Bienen in den Sperrbezirk gebracht werden. Imker, die Bienen im Sperrbezirk halten, müssen dem Veterinäramt Traunstein unverzüglich die Anzahl und den genauen Standort ihrer Bestände mitteilen.

Der Sperrbezirk umfasst folgende Gebiete und Ortsteile der Gemeinde Surberg und der Stadt Traunstein:

Surberg: Au bei Eck, Graben bei Schönau, Hinterhöhenwall, Hinterleiten bei Pauleck , Hochöd bei Preising, Kohlbichl, Moos bei Spiegelsberg, Pauleck, Thunstetten, Vachenlug, Weichetstein, Wimm bei Schönau, Buchbichl bei Surberg, Buchen bei Surberg, Eck bei Surberg, Maier bei Surberg, Surberg, Surtal, Tandlmaier, Pfarrhof bei Surberg, Schönau bei Surberg, Stadeln bei Surberg;

Traunstein: Obersölln, Schinagl, Schwaig bei Schinagl, Untersölln, Preising bei Surberg

Karte Sperrbezirk Surberg

Unverschlossene und ungenügend gereinigte Honiggläser

Wie der Erreger in den Ausbruchsbestand kam, ist noch nicht geklärt. Laut Veterinäramt kann jeder Bürger mithelfen, die Bienengesundheit zu erhalten: „Unverschlossene und ungenügend gereinigte Honiggläser können eine Ansteckungsgefahr für Bienen darstellen. Denn der Erreger der Amerikanischen Faulbrut kommt auch in zahlreichen Handelshonigen vor. Deshalb bitten wir darum, dasskein Honig an Bienen verfüttert wird und grundsätzlich nur gründlich gereinigte und verschlossenen Honiggläser entsorgt werden“, betont Dr. Wittmann.

Pressemitteilung des Landratsamtes Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance, dpa (Symbolbild)

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