Pressemitteilung CSU Ortsverband Traunstein

60 Minuten Stadtpolitik gehen auch digital

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OB Hümmer stellte sich den Fragen der Bürger. (Symbolbild)

Traunstein - Schon seit etlichen Jahren bietet der CSU-Ortsverband Traunstein bei seiner Veranstaltung „60 Minuten Stadtpolitik“ interessierten Bürgern und Bürgerinnen die Möglichkeit, sich zu informieren und Fragen zu stellen.

Dass dies in der Corona-Pandemie auch online funktioniert, konnten vergangene Woche rund 30 Teilnehmer erleben. Ein wichtiges Thema griff Oberbürgermeister und CSU-Ortsvorsitzender Dr. Christian Hümmer gleich zu Beginn auf: den Haushalt. Die kommunalen Finanzen werden angespannt bleiben, dennoch sei der Haushalt 2021 stabil und zukunftsorientiert.

Außerhalb des Haushalts sei ein wichtiges Thema die Strategieentwicklung für eine digitale Innenstadt. Die zentrale Frage sei: Wie beleben wir die Innenstadt? Nach seiner Einschätzung werde, so Hümmer, in diesem Jahr das Frühlingsfest nicht stattfinden können. Mit dem Konzept „Sommer in der Stadt“ wolle man dann mit kleineren Veranstaltungen Leben in die Innenstadt bringen.

Hümmer warf auch einen Blick in die Zukunft: Im Laufe des Jahrzehnts dürfte Traunstein sich in Richtung 23.000 bis 24.000 Einwohner entwickeln. Traunstein sei, so Hümmers Resümee, in einer positiven Dynamik. Er sei froh, Oberbürgermeister einer Stadt zu sein, „die auf dem Sprung ist“.

Etliche Teilnehmer der Online-Veranstaltung nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen zum Stadtgeschehen zu stellen. So wollte Benno Singer wissen, was mit dem Kopfsteinpflaster in der Bahnhofstraße im Bereich Stadtpark geplant sei. Hümmer antwortete, dass die Planung hierzu noch in diesem Jahr erfolge und im kommenden Jahr umgesetzt werde. Man müsse dieses Thema zusammen anpacken mit den Themen Fahrradfahren und Barrierefreiheit.

Monika Klinkenberg-Weigel fragte nach, wie es mit dem Umbau des Vereinshauses weitergehe. Hierzu führte Konrad Baur, CSU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, aus, das bei dem derzeit erfolgenden großen Umbau die Bühne und das Portal wieder baugleich aufgebaut würden, zudem werde ein Aufzug installiert und „oben drüber“ würden Wohnungen gebaut. Die ersten Veranstaltungen sollten, falls Corona das zulasse, im Mai/Juni stattfinden.

Klaus Benedikt regte an, die im Spätsommer am Schwimmbadsteg eröffnete „Traunbar“ zu verlegen. An sich sei dies eine gute Idee, aber an dieser Stelle hätten sich früher immer Leute aufgehalten, die nun durch den Konsumzwang verdrängt würden. „Es gibt keinen Konsumzwang“, stellte Hümmer klar. Die Traunbar sei keine Gastronomie mit Außenbestuhlung, sondern ein Kiosk, bei dem man etwas kaufen und sich damit hinsetzen oder es mitnehmen könne. Zudem sei die Traunbar vorwiegend nur am Wochenende geöffnet.

Franz Gruber beklagte sich über das „Trauerspiel“ in Sachen Online-Unterricht. Das Netz sei zu schlecht und zum Teil seien keine Geräte vorhanden. Über Letzteres war Hümmer verwundert: Die Stadt habe alle zum Ausleihen vorgesehenen Laptops gekauft, die die Schulen gewünscht hätten. Beim Thema Breitbandausbau sieht er jedoch deutliche Defizite: „Ich trage mich mit dem Gedanken, wie wir das als Kommune selbst in die Hand nehmen können.“

 Ein weiteres wichtiges Thema sprach David Bohnsack an: „Was macht die Stadt, um junge Familien in Traunstein zu halten?“ Hümmer verwies darauf, dass in Seiboldsdorf derzeit ein Bebauungskonzept mit 80 bis 100 Wohneinheiten erarbeitet werde. Vorgesehen sei eine Mischung vom Einfamilienhaus über Kettenhäuser bis hin zu Mehrfamilienhäusern. Letztere sollen mit der Wohnungsbaugesellschaft gebaut werden, der Gründungsbeschluss ist für März/April geplant. Darüber hinaus werde versucht, weitere Flächen zu akquirieren und zu entwickeln, z.B. in Traunstorf, Wolkersdorf oder Kammer.

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