Bärbel Kofler bei der Agentur für Arbeit in Traunstein

"Gesetze beginnen vor Ort zu wirken"

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Von links: Jutta Müller Leiterin Agentur für Arbeit Traunstein, Ronald Gössl Geschäftsführer Operativ der AA Traunstein, Christian Girgnhuber Geschäftsführer des Jobcenters Mühldorf am Inn, Manfred Igl Teamleiter Leistung des Jobcenters Altötting, Bärbel Kofler, MdB, Heike Spruck-Gruber Jobcenter BGL, Thomas Wendrich Jobcenter TS.

Traunstein - Bärbel Kofler war zu Besuch in der Agentur für Arbeit in Traunstein. Themen waren bespielsweise Brückenteilzeit und Frauenquote.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Für die heimische Bundestagsabgeordnete war ihr Besuch bei der Agentur für Arbeit in diesem Jahr besonders spannend. „Auf Bundesebene haben wir in letzter Zeit unter anderem mit dem Qualifizierungschancengesetz, der Brückenteilzeit, der Frauenquote in großen Unternehmen oder dem Teilhabechancengesetz viele gesetzliche Regelungen auf den Weg gebracht, die nun ihre Wirkung vor Ort entfalten“, so Kofler. 

Bei ihrem Gespräch mit Jutta Müller, der Leiterin der Agentur für Arbeit und den Leiterinnen und Leitern der Jobcenter aus Traunstein, Altötting, Mühldorf und dem Berchtesgadener Land ließ sich die SPD-Abgeordnete die Umsetzung der Gesetze im Detail darstellen. Thomas Wendrich, der Leiter des Jobcenters Traunstein begrüßte das Teilhabechancengesetz, das die Jobcenter nun mit einfachen Regelungen in die Lage versetzt für einen klar begrenzten Personenkreis, in seinem Zuständigkeitsbereich etwa 180 Menschen, die lange Jahre ohne Beschäftigung waren, wieder in die Arbeitswelt zu integrieren. 

„Wir bieten Coaching für die Betriebe, dass heißt wir begleiten nicht nur die beruflichen Wiedereinsteiger vor Ort, sondern unterstützen auch die Arbeitgeber mit dem Ziel Menschen aus langfristiger Arbeitslosigkeit zu holen“, so Wendrich. Bärbel Kofler machte deutlich, dass das Gesetz mit dem Ziel konzipiert wurde nicht Arbeitslosigkeit, sondern Arbeit zu finanzieren. Sie äußerte die Hoffnung, dass den auf diese Weise unterstützten Menschen ein geregeltes Berufsleben viel Selbstwertgefühl bringen möge. 

Jutta Müller stellte die grundsätzliche Situation der Agentur für Arbeit dar. Die Ausstattung mit Finanzmitteln ist derzeit gut, viele Maßnahmen könnten derzeit problemlos finanziert werden. Die in den vergangenen Jahren auch von Bärbel Kofler kritisch gesehenen Befristungen von Arbeitsverhältnissen seien derzeit kein Thema mehr, da die Stellen entfristet werden konnten. 

Die heimische Abgeordnete betonte, dass die Bedeutung der Agentur für Arbeit als Begleiterin im Berufsleben und für die berufliche Entwicklung in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen werden müsse: „Das Qualifizierungschancengesetz bietet neue Möglichkeiten, sich für die Herausforderungen eines sich wandelnden Arbeitsmarkt zu wappnen. Die Digitalisierung bietet viele Chancen, es ist wichtig und richtig, dass wir die Arbeitsagenturen nun noch besser in die Lage versetzen, den Arbeitnehmenden konkrete Unterstützung in ihrer beruflichen Weiterbildung zu ermöglichen.“ 

Die Thematik der Altersarmut wurde ebenfalls besprochen. „Altersarmut ist leider immer noch weiblich, daher müssen wir für die Frauen die Rahmenbedingungen schaffen, damit sie ausreichend eigene Rentenansprüche erwerben können. Die Brückenteilzeit leistet hier einen wichtigen Beitrag, damit Frauen nicht über Jahre in Teilzeit festhängen und dann im Alter kaum finanziell über die Runden kommen“, so Kofler. 

Die SPD-Bundestagsabgeordnete bedankte sich abschließend für die informativen und praxisbezogenen Informationen: „Ich nehme Ihre Anregungen gerne mit nach Berlin und freue mich schon auf unserer nächstes Treffen im kommenden Jahr!“

Pressemeldung von Dr. Bärbel Kofler, MdB

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