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Grundausbildung beim Ortsverband Traunstein gestartet

Menschenleben retten: THW Traunstein und BGL üben für den Ernstfall

Technisches Hilfswerk THW Ortsverband Berchtesgadener Land Traunstein
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Menschenleben zu retten, gehört zur Grundausbildung beim THW. Hier wird mithilfe der Technik des Leiterhebels eine verletzte Person (in diesem Fall eine Puppe) aus dem Gebäude geborgen. Beim Ortsverband Traunstein können Interessierte jederzeit in die Ausbildung einsteigen.

Wie rettet man eine verletzte Person von außen aus dem ersten Stock eines Gebäudes? Das zeigen die Ortsverbände des Technischen Hilfswerks Traunstein und Berchtesgadener Land vor. Derzeit bilden die Verbände auch wieder neue Mitglieder aus.

Ainring/Traunstein - „Die Technik nennt sich Leiterhebel, eine der Standardtechniken“, erklärt Thomas Wellenhofer vom THW Berchtesgadener Land. Menschenleben zu retten klinge jedoch oft einfacher als es ist. Für die Technik ist eine Truppe von acht Helfern und einem Gruppenführer notwendig. „Das Ziel ist es, eine verletzte Person, hier eine Puppe, aus dem ersten Stock in 4,50 Metern Höhe zu retten“, so Wellenhofer.

Menschenleben retten: So arbeiten die THW-Ortsverbände Traunstein und BGL zusammen

Technisches Hilfswerk THW Ortsverband Berchtesgadener Land Traunstein
Die Helfer sind bereit, der Gruppenführer erklärt, was die Kräfte erwartet. © ce
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Die Gruppe soll mithilfe einer Leiter eine verletzte Person aus dem ersten Stock bergen.  © ce
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Die Leiter ist stets gesichert.  © ce
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Ein Teil des Teams steigt in das obere Stockwerk auf.  © ce
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Schließlich muss die verletzte Person vor der Bergung auch versorgt werden.  © ce
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Währenddessen bereiten zwei Helfer das Board vor, auf dem die verletzte Person dann nach unten transportiert werden soll.  © ce
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Im Alltag müssen oft Kräfte aus verschiedenen Ortsverbänden zusammenarbeiten. Deswegen übt hier das THW BGL und Traunstein gemeinsam.  © ce
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Auf dem Board kann mithilfe der Leinen der Verletzte dann sicher nach unten transportiert werden.  © ce
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Die Helfer im oberen Stockwerk sind bereit.  © ce
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Es geht nach oben. © ce
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Auch hier: Die Leiter ist stets gesichert.  © ce
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Es geht nach unten.  © ce
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Schritt für Schritt und vorsichtig .  © ce
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Die Seile ermöglichen den Leiterhebel. © ce
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Beinahe gerade kann der Verletzte so geborgen werden.  © ce
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Unten angekommen wird sofort auch die Leiter gesichert.  © ce
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Und sich sofort um den Verletzten gekümmert.  © ce
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Sanitäter versorgen dann den Verletzten.  © ce

Menschenleben retten: ein Teil der Grundausbildung beim THW

Die Helfer der beiden Ortsverbände BGL und Traunstein positionieren die stets gesicherte Leiter direkt unter dem Fenster. Die ersten Einsatzkräfte steigen hinauf und dringen über das geöffnete Fenster in den ersten Stock ein. Dort führen sie lebenserhaltende Maßnahmen an dem Verletzten durch und betreuen diesen. Währenddessen befördern weitere Helfer das Board, auf dem der Verletzte transportiert werden kann, mithilfe von Führungsleinen hinauf in das obere Stockwerk.

Immer mit am Mann: das Funkgerät. So können sich die Teammitglieder auch verständigen, wenn es mal laut wird. Der Verletzte wird dann auf der Trage gesichert, mittels des Leiterhebels nach unten gebracht und versorgt. Auch die Zusammenarbeit zwischen Ortsverbänden muss immer wieder geübt werden, erklärt Wellenhofer. Wie man Menschenleben rettet, gehört auch zur Grundausbildung beim Technischen Hilfswerk.

THW Traunstein stellt sich vor

Die Grundausbildung beim THW Traunstein ist erst Anfang Mai wieder gestartet. „Man kann aber als Quereinsteiger mitlaufen und die Grundsachen schon lernen“, erklärt Markus Eisenreich, Zugführer des Ortsverbands Traunstein.

„Die Grundausbildung ist eine Mischung aus Theorie und Praxis, um die Grundlagen für das spätere aktive Leben zu erlernen, vor allem für die eigene Sicherheit“, erklärt Ausbilderin Anja Müller. „Es gibt Lernabschnitte mit bestimmten Themen, angefangen damit, was das THW eigentlich ist. Aber auch spezielle Themen: wie rette ich Personen, was muss ich bei Erster Hilfe beachten, Auffinden von Personen, wie gehe ich mit Pumpen in Hochwassersituationen um. Das sind einige der Themen.“

Einsatzspinne, Sauerstofflanze und Co: Das THW BGL stellt sich vor

Technisches Hilfswerk THW Ortsverband Berchtesgadener Land Einsatz-Rettungs-Spinne
Die Einsatz-Rettungs-Spinne lässt sich fernsteuern. So begeben sich die Einsatzkräfte des THW nicht in unmittelbare Gefahr.  © ce
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Zwei Helfer und eine Rettungsspinne können bei Einsätzen einen ganzen Zug ersetzen.  © ce
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Bei der Vorführung wird die Spinne ferngesteuert, um Gefahrgut von einem Lastwagen zu heben.  © ce
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Zwei Fässer gefüllt mit einer giftgrünen Flüssigkeit sollen so ohne Kontakt zu den Helfern geborgen werden.  © ce
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Auch der Greifarm lässt sich fernsteuern.  © ce
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Der Gruppenführer beobachtet die Bergung genauestens.  © ce
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Die giftgrüne Flüssigkeit ist gesichert und wird in einen Behälter umgefüllt.  © ce
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Huber lenkt die Einsatzspinne, doch zwei Paar Augen sehen mehr. Auch der Gruppenführer beobachtet den Einsatz mit kritischem Blick. © ce
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Leere Fahrerkabine, aber vollster Einsatz.  © ce
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Die Einsatz-Rettungs-Spinne. © ce
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Die Einsatz-Rettungs-Spinne. © ce
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Die Einsatz-Rettungs-Spinne. © ce
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Auch die Personenrettung aus oberen Stockwerken gehört zu den Aufgaben des THW.  © ce
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Die Helfer bereiten die Trage zur Rettung einer Person vor.  © ce
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Mithilfe der Leiter und Sicherungsleinen lässt sich die Person auf der Trage auch aus oberen Stockwerken retten.  © ce
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Die Leiter ist immer gesichert.  © ce
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Oben im Stockwerk wird die Person als erstes betreut, doch auch sobald sie unten ankommt, kümmern sich die Helfer um den oder die Gerettete.  © ce
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Thomas Wellenhofer ist der stellvertretende Ortsbeauftragte beim THW BGL und führt durch die Übungen.  © ce
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Nächste Übung: die Sauerstofflanze. Dafür müssen die Helfer eine spezielle Schutzkleidung anziehen.  © ce
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Ein Feuerzeug tut‘s nicht: Die Sauerstofflanze wird wie eine Kerze angezündet.  © ce
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Mit einer Hitze von rund 3000 Grad lassen sich selbst Betonwände einfach schmelzen.  © ce
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Die Sauerstofflanze verbrennt während ihrer Nutzung.  © ce
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Sie verflüssigt den Beton. Rund 1700 bis 2000 Grad misst das flüssige Gestein.  © ce
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Eine weitere Möglichkeit zum Durchbrechen von massivem Mauerwerk ist die Betonkettensäge.  © ce
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Die Kettensäge ist hydraulisch betrieben und wird durch Wasser gekühlt.  © ce
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Weitgehend erschütterungsfrei lassen sich innerhalb weniger Minuten die Dreiecke in die Wand schneiden.  © ce
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Ein Dreieck deswegen, um einen Einsturz der Wand zu verhindern.  © ce
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30 mal 50 cm groß sollte so ein Dreieck sein, um durchkriechen zu können.  © ce
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Ein paar Hammerschläge und Tritte später ist das Dreieck frei.  © ce
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Das Team des THW.  © ce

Der Ortsverband Traunstein wird vermehrt bei Überschwemmungen angefordert. „Wir haben den Fachbereich „WP“ Hochwasserpumpenschadensgruppe im Ortsverband“, so Müller. Die circa 50 Mitglieder plus Jugend- und Minigruppe beim Traunsteiner Ortsverband üben regelmäßig.

Vom Busunglück in Inzell bis zum Schneechaos in Reit im Winkl - Zahlreiche Einsätze

Da es im Landkreis Traunstein zwei Ortsverbände gibt, teilt sich auch das Gebiet auf. „Unser Bereich ist eher der untere hin zu Österreich“, erklärt Eisenreich. „Ob das jetzt in Reit im Winkl das Schneechaos war oder in Inzell der schwere Buseinsatz, dort sind dann wir und haben auch die Einsatzleitung. Bei Reit in Winkl waren wir zehn Tage bei dem Schneechaos und haben zwischen 200 und 250 Leute betreut.“ 

Generell sind die Einsätze des THW-Ortsverbandes Traunstein sehr vielfältig. In der Corona-Pandemie haben die Helfer die Versorgung mit Masken und Sicherheitsausstattung im ganzen Landkreis übernommen. „Wir haben Krankenhäuser und alle Ärztepraxen beliefert.“ Eisenreich selbst war als Fachberater im Landratsamt rund acht Wochen jeden Tag lang beschäftigt.

Die Grundausbildung läuft bereits. Interessierte können jedoch jederzeit einsteigen und auch unverbindlich an ersten Ausbildungsdiensten teilnehmen.

Kontakt: THW-Ortsverband Traunstein, Scheibenstraße 19c, 83278 Traunstein; Telefon: 0861 2464; E-Mail: ov-traunstein@thw.de; www.ov-traunstein.thw.de

Am 16. Juli feiert der Ortsverband sein 70-jähriges Bestehen in Traunstein.

ce

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