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Klimaschutz in Traunstein

Aktionsbündnis „Wir für den Wald“ in Traunstein gegründet

Gruppenbild Wir für den Wald - Klimaschutz in Traunstein.
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Gruppenbild Wir für den Wald - Klimaschutz in Traunstein.

Mehr als 80 Bürgerinnen und Bürger kamen in den Traunsteiner Sailer Keller zur Gründung des Aktionsbündnisses „ Wir für den Wald“ und wählten einstimmig Rosi Berger zur Sprecherin.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Traunstein - In der von Helga Mandl geleiteten Wahl wurde weiterhin Claudia Lahr zu ihrer Stellvertreterin gewählt, sowie Peter Müller zum Kassier.

„Egal, wo man in Traunstein wohnt, innerhalb von maximal 10 Minuten ist man zu Fuß in einem Wald“, sagte Rosi Berger in ihrer Bewerbungsrede. Als Mitglied der Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ setzt sich Berger schon seit vielen Jahren für den Walderhalt ein. Zur aktuell geplanten Rodung einer Fläche am Schnepfenluck hat sie mit mehreren Ämtern, Behörden und Politikern Kontakt aufgenommen, ebenso wie andere Unterstützer des Aktionsbündnisses. Diese Rodung ist aktuell „auf Eis gelegt“ aber noch nicht vom Tisch.

Claudia Lahr, Mutter von vier Kindern freute sich über den großen Zuspruch der Veranstaltung: „Schön, dass so viele Jugendliche da sind, denn für Eure Zukunft machen wir das hier“. Als Beisitzer wurden gewählt Gerlinde Peuser, Mario Peuser und Hans Becher.

Nach der Wahl dieser drei Beisitzer fragte Wahlleiterin Helga Mandl, ob sich denn weitere Personen spontan als Beisitzer bewerben möchten. Nach ganz kurzer Überlegung meldeten sich Antje Wendt, die seit ihrer Kindheit im Haidforst reitet und wandert und Luca Barakat, der auch bei „Fridays for Future“ aktiv ist und nun der jüngste Beisitzer des Aktionsbündnisses ist. Alle oben genannten wurden entweder einstimmig oder mit einer Enthaltung gewählt.

Vor der Wahl sprach Dipl. Forstwirt Paul Höglmüller in einem Vortrag mit dem Titel „Warum ist der Erhalt des Stadtwalds wichtig in Zeiten des Klimawandels?“ Er sagte, dass wir stolz sein können auf unseren Traunsteiner Stadtwald, der ein Beispiel für naturnahe Waldbewirtschaftung darstelle. Nach einer Betrachtung der Situation der Wälder bei uns und in anderen Regionen war sein Schlusswort sehr eindringlich: „Alle Entscheider müssen begreifen, dass wir so nicht weitermachen dürfen“.

Beate Rutkowski, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Traunstein und stellvertretene Vorsitzende des BUND Naturschutz in Bayern e.V., sprach unter anderem davon, wie stadtnaher Wald im Sommer kühle, was gerade für ältere Menschen wichtig sei, die stärker unter der Hitze leiden als junge. Die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl (Grüne) bemängelte, dass Wald nicht in das Klimaschutzkonzept der Stadt Traunstein aufgenommen wurde und Rainer Schenk forderte, dass dieses Klimaschutzkonzept nachgebessert werden müsse. Die Veranstaltung wurde geleitet von Wolfgang Dinglreiter vom Studienseminar St. Michael. Er erinnerte an einen Beschluss des Stadtrates, dass alle neuen Beschlüsse auf ihre Auswirkungen auf das Klima betrachtet werden müssen.

Pressemitteilung Claudia Lahr

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