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Biodiversität auch im Garten: Bayern blüht

In Traunstein wird im Einklang mit der Natur gegärtnert

Am 22. Mai ist Internationaler Tag der Biodiversität
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Am 22. Mai ist Internationaler Tag der Biodiversität

Am Samstag, den 22. Mai ist Internationaler Tag der Biodiversität. Der Kreisverband Traunstein für Gartenkultur und Landespflege e.V. setzt zu diesem Anlass die bayernweite Initiative „Naturgarten - Bayern blüht“ fort.

Pressemitteilung im Wortlaut:

Traunstein - Trotz kühler Temperaturen ist der Frühling in voller Fahrt. Die letzten Baumarten entfalten ihre Blätter, unzählige Blumen strecken ihre Blüten gen Himmel und so mancher Regentropfen wirkt in diesen wechselhaften Tagen wie ein funkelnder Edelstein. „Der Wonnemonat Mai verspricht nicht umsonst viel Freude“, so Kreisfachberater und Diplombiologe Markus Breier. Gerade jetzt sei die Vielfalt der Lebens, die sogenannte Biodiversität, besonders augenscheinlich. Dazu zählen nicht nur die unterschiedlichen Arten von Pflanzen, Tieren und Pilzen, sondern auch die genetische Diversität innerhalb der Arten und nicht zuletzt die verschiedenen Lebensräume. „Weil jetzt alles grünt und vieles blüht, wird uns diese Vielfalt besonders bewusst.“ Dabei gilt: je artenreicher und vielfältiger die Zusammenhänge sind, umso stabiler und nachhaltiger ist das ganze Netz des Lebens. „Auch im Garten sollen wir die Vielfalt zulassen und bewusst gestalten – zur Freude von uns und zum Nutzen der Natur“, empfiehlt der Biologe. Mit Stein- und Totholzhaufen, Blumenwiesen, blütenreichen Hecken, einem Teich und standortgerechten Bäumen entsteht Diversität im Garten. So finden Vögel, Schmetterlinge, Bienen, Igel, Libellen und andere Tiere die notwendigen Sonnen-, Schatten-, Nist- und Futterplätze. So ergänzen sich Natur und Gestaltung.

Die Verbindung von Gartennutzung und Naturverbundenheit drückt sich auch in der Auszeichnung „Naturgarten – Bayern blüht“ aus. Neben dem Verzicht auf Mineraldünger, chemischen Pflanzenschutz und Torf ist die hohe ökologische Vielfalt eines der vier Kernkriterien. Hinzu kommt die individuelle Gartengestaltung und -nutzung durch oben genannte Naturgarten-Elemente und eine schonende, nachhaltige Bewirtschaftung. „Natürlich Gärtnern ist kein Gegensatz, sondern vereint gärtnerisches Wissen, Liebe zur Natur und Nachhaltigkeit“, stellt Kreisvorsitzender Florian Seestaller klar. Denn auch im Naturgarten wird fleißig geerntet – egal ob frischer Salat, knackige Radieserl oder die ersten eigenen Erdbeeren. Die Nährstoffversorgung übernehmen organische Dünger. So ist nicht nur der eigene Kompost geeignet, sondern auch Schafwolle, Gründüngung, Stallmist und viele natürliche Dünger aus dem Handel. „Die Auswaschung von Nährstoffen ist im Vergleich zu Mineraldüngern geringer und der Mehrwert für ein gesundes, stabiles Bodenleben unschlagbar“, ergänzt Breier.

Bei vermeintlichen Problemen bleiben Naturgärtner geduldig. Der abwechslungsreiche Garten fördert Nützlinge und die sorgen mit etwas Verzögerung für das gärtnerisch gewünschte Gleichgewicht zu den sogenannten Schädlingen. „In unserer schnellen Zeit ist Geduld auch für uns ganz gut“, empfiehlt Seestaller. Mittlerweile sind im Landkreis Traunstein 29 Gärten erfolgreich ausgezeichnet und zeigen ganz individuell die Leidenschaft der Gartler. Die bayernweite Initiative „Naturgarten – Bayern blüht“ wird auch in diesem Jahr durch den Kreisverband und den Blühenden Landkreis Traunstein fortgesetzt. Mehr Informationen geben Kreisfachberater und Kreisverband auf www.garten-traunstein.de

Pressemitteilung Kreisverband Traunstein für Gartenkultur und Landespflege e.V.

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