Klinikfinanzen: Heilung durch bittere Medizin

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Traunstein - Es soll auch wirtschaftlich wieder aufwärts gehen mit den Kliniken Südostbayern. Der Aufsichtsrat hat darum jetzt das vorgelegte Rettungspaket gebilligt.

Der Aufsichtsrat der Kliniken Südostbayern AG hat in seiner jüngstenSitzung aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation das vom Vorstand vorgelegte Konsolidierungskonzept diskutiert und beschlossen. Die Aufsichtsratsvorsitzenden Landrat Hermann Steinmaßl und Landrat Georg Grabner betonten dabei, dass die vorgesehenen Maßnahmen nur gemeinsam und im Dialog mit den Beschäftigten durchgeführt werden sollen.

Obwohl die vergangenen Jahre der Kliniken Südostbayern durch steigende Patientenzahlen und qualitätserhöhende Maßnahmen in der Medizin geprägt waren, hat sich im letzten Jahr aus unterschiedlichen Gründen, wie in den meisten deutschen Kliniken, die wirtschaftliche Situation verschlechtert. Um dieser negativen Entwicklung entgegen zu steuern, hat der Aufsichtsrat zusammen mit der Vorstandschaft beschlossen, zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit ein Maßnahmenpaket zu schnüren.

Ziel dieses Konsolidierungskonzeptes sei das schnellstmögliche Erreichen eines wirtschaftlich positiven Ergebnisses bei weiterhin hoher medizinischer Qualität, sagte Vorstand Stefan Nowack. Gerade die Erhaltung des sehr hohen Qualitätsstandards ist den Aufsichtsratsvorsitzenden und den Aufsichtsratsmitgliedern ein wichtiges Anliegen bei den vorzunehmenden wirtschaftlichen Maßnahmen.

Das beschlossene Konsolidierungspaket besteht aus vier Elementen: Maßnahmen im Personalbereich, Aktionen, die die Sachaufwendungen reduzieren, Maßnahmen, die die Ertragsstruktur verbessern sowie begleitende Maßnahmen, die zu einer Struktur- bzw. Organisationsanpassung führen. Gerade der letztgenannte Punkt ist Vorstand Nowack ein wichtiges Anliegen, da damit die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Konsolidierungsmaßnahmen greifen und auch zum Erfolg führen.

Das Ergebnis einer leistungsorientierten, analytischen Personalbedarfsermittlung soll Potenziale aufdecken, in welchen Bereichen Stellenreduzierungen möglich sind. Um die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter dadurch nicht zu erhöhen, sollen die Arbeitsprozesse verbessert und optimiert werden. Der notwendige Stellenabbau soll u.a. über die Fluktuation erreicht, betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden. Da bei diesen Maßnahmen die Ergebnisverbesserung im Vordergrund steht, können Stellenreduzierungen auch durch zusätzliche Erlöse vermieden werden.

Auch im Bereich der Sachaufwendungen wurden Projekte angesetzt, die zum einen Preisreduzierungen und zum anderen Verbrauchsmengeneinschränkungen zum Ziel haben. Diese Maßnahmen liegen im Wesentlichen im wirtschaftlichen Bereich.

Im medizinischen Bereich wird versucht, durch Verhandlungen mit den Lieferanten Einsparungen zu erzielen. Durch Einsparungen bei den Sachkosten könne ebenfalls der Druck bei den Personaleinsparungen vermindert werden, meinte Vorstand Nowack.

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Einen großen Raum nehmen die Vorhaben zur Ertragsverbesserung ein. Hier wurden Vorschläge aus den medizinischen Bereichen geprüft und bewertet. Ein Teil der Maßnahmen führt sowohl zu Erlössteigerungen als auch zur Verbesserung der Versorgungsqualität. Beispiele sind die geplante Erweiterung der Intensivabteilung in der Kreisklinik Bad Reichenhall, aber auch die Einführung einer psychosomatischen Kindertagesklinik im Klinikum Traunstein. Auch an anderen Standorten sind medizinische Projekte geplant, die zur Erlössteigerung beitragen. Der Aufsichtsrat zeigte sich zuversichtlich, dass die Konsolidierung bei konsequenter Umsetzung der Maßnahmen gelingt.

Pressemitteilung Kliniken Südostbayern AG

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