Pressemitteilung Staatliches Bauamt Traunstein

Bauarbeiten zwischen Melleck und Schneizlreuth - Ertüchtigung der Stützbauwerke im Bereich Bodenberg

Traunstein - Seit Montag den 29. April laufen wieder die Arbeiten an der B 21 im Bereich des Bodenbergs zwischen Melleck und Bad Reichenhall zur Ertüchtigung der bestehenden Stützbauwerke. Für das Jahr 2019 steht der 4. von insgesamt 5 Bauabschnitten auf dem Programm. Die Restarbeiten des vorherigen Bauabschnitts konnten noch vor Ostern erfolgreich abgeschlossen werden.

Nach der Fertigstellung der ersten drei Bauabschnitte seit 2016 werden in diesem Jahr die letzten 195 Meter der über 100 Jahre alten Stützmauer am Aufstieg nach Melleck ertüchtigt. Die Arbeiten an diesem nördlichsten Abschnitt werden bis Ende des Jahres andauern und werden wieder unter halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung durchgeführt.

Wie in den letzten Jahren bereits praktiziert, werden in der verkehrsstärksten Zeit im Sommer die Arbeiten unterbrochen, so dass die Strecke während der Hauptreisezeit wieder in beide Richtungen frei befahrbar ist. Durch die neuen Stahlbetonstützmauern und Hangbrückenbereiche mit Notgehweg und regelkonformen Absturzsicherungen entspricht der Streckenabschnitt nach Abschluss der Arbeiten wieder dem Stand der Technik.

Die bisher angefallenen Kosten der Baumaßnahme korrespondieren mit den 2016 veranschlagten Kosten für die ersten 4 Bauabschnitte und belaufen sich auf ca. 6,5 Mio. Euro. Nach Fertigstellung aller Bauabschnitte einschließlich der einhergehenden Felssicherungsmaßnahmen werden Gesamtkosten in Höhe von rd. 12 Mio. Euro erwartet.

Auch wenn die Verkehrsführung mittels Lichtsignalanlage für viele Verkehrsteilnehmer mit Beeinträchtigungen verbunden war, ist der bisherige Baustellenverlauf aus Sicht des Bauamtes als großer Erfolg zu werten. Jahre lang mussten die dringend zu erledigenden Ertüchtigungsmaßnahmen verschoben werden, weil eine Sanierung unter Verkehr mit der hohen Verkehrsbelastung als nicht durchführbar galt. Eine Vollsperrung der Strecke war und ist wegen der Bedeutung der Straße und den weiten Umleitungsstrecken nicht vertretbar.

In den letzten Jahren wurden aber auch die Grenzen der Durchführbarkeit sichtbar. Blockabfertigungen oder Baumaßnahmen im Zuge des großen Deutschen Ecks, die zu einem Ausweichverkehr über das kleine Deutsche Eck führen, können nicht kompensiert werden und führen unweigerlich zu starken Rückstauungen Richtung Bad Reichenhall und in den Pinzgau hinein. Auch eine Verlängerung der Bauabschnitte würde dazu führen, dass sich lange Staus aufbauen. Sie ist daher nicht zielführend.

Neben diesen Erkenntnissen erschweren aber auch die direkt an die Straße angrenzenden hochwertigen Naturschutzgebiete die Bauabwicklung mehr als geplant. Auch neu eingeführte Arbeitssicherheitsregeln schränken die Möglichkeiten für den Bau unter Verkehr weiter ein. Gemeinsam mit den ohnehin sehr schwierigen topographischen Rahmenbedingungen bedeutet das für die bauausführende Firma ein Arbeiten unter extremen Bedingungen.

Derzeit wird aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen und den aktuellen Vorgaben und Richtlinien an einem neuen Konzept gearbeitet, um den bisher noch nicht erneuerten 5. und südlichsten Abschnitt oberhalb der 90° Kurve unter Verkehr bauen zu können. Auch die im nächsten Jahr geplante bergseitige Sicherung der Strecke vor Steinschlägen und Lawinen (Zäune und Vernetzungen) muss auf Grund der neuen Arbeitssicherheitsregeln und der Vorgaben des Naturschutzes nochmals überarbeitet und in Teilen neu konzipiert werden.

Oberstes Ziel des Bauamtes bleibt es, auch weiterhin eine Vollsperrung der B21 in diesem Streckenabschnitt zu vermeiden.

Das Staatliche Bauamt Traunstein bittet die Verkehrsteilnehmer für die unvermeidbaren Behinderungen um Verständnis.

Pressemitteilung Staatliches Bauamt Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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