Freude an der Mundart wecken und verstärken

Bayernbund begrüßt Dialekt-Initiative der TU München

Traunstein - Der Vorsitzende des Bayernbundes Traunstein, Dr. Franz Heigenhauser, begrüßt den Aufruf von 14 Professoren der TU-München, darunter Präsident Wolfgang A. Herrmann, die zu einem selbstbewussteren Umgang mit dem bairischen Dialekt auffordern.

Seiner Meinung nach ist der Aufruf der Professoren ein enormer Imagegewinn für die Dialektpflege ganz allgemein, gilt der Dialekt in bestimmten Kreisen immer noch als provinziell und rückständig. Es ist seiner Meinung nach richtig verstandene Internationalität und lässt das Herz eines jeden Dialektfreundes höher schlagen, wenn an der TU-München, die in der wissenschaftlichen Champions-League spielt und auf Deutsch und Englisch gelehrt wird man sich jedoch gleichzeitig zum Bayerischen bekennt.

Da der bairische Dialekt bei der jüngeren Generation nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Land auf dem Rückzug ist, haben die Kreisverbände Rosenheim und Traunstein des Bayernbundes das Schul- und Kindergartenprojekt "Freude an der Mundart wecken und verstärken" gestartet. In der "Dialekt-Diaspora" München gibt es eine begrüßenswerte Initiative von Dialektfreunden, die Bayerisch als erste Fremdsprache in ausgewählten Kindergärten unterrichten. Was nach Meinung von Dr. Heigenhauser ganz und gar nicht geht, ist der teilweise "gschbassige" Umgang der bayerischen Staatsverwaltung mit dem Dialekt. So wird in einer Stellenanzeige für einen Schlossführer auf Herrenchiemsee ein "möglichst dialektfreier Ausdruck in deutscher Sprache" zum Einstellungskriterium gemacht. Das "Sahnehäubchen" dieser Provinzposse ist, dass die federführende Schlösser- und Seenverwaltung im "Heimatministerium" ressortiert ist. "I glabs ned".

Pressemitteilung Bayernbund e.V. Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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