Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bayernpartei verteidigt christliche Werte

Kreisvorsitzender von Traunstein Heinz Wallner gegen Vorverurteilung von Papst Benedikt XVI.

Der Kreisverband Traunstein der Bayernpartei ehrte bei der Jahreshauptversammlung langjährige Mitglieder. Unser Foto zeigt von links Pater Constantin Bartok die Jubilare Norbert Alversammer, Christa Summerer, Gabriele Steiner und Isidor Leitner sowie den Kreisvorsitzenden Heinz Wallner. Verhindert war Gerd Zürcher.
+
Der Kreisverband Traunstein der Bayernpartei ehrte bei der Jahreshauptversammlung langjährige Mitglieder. Unser Foto zeigt von links Pater Constantin Bartok die Jubilare Norbert Alversammer, Christa Summerer, Gabriele Steiner und Isidor Leitner sowie den Kreisvorsitzenden Heinz Wallner. Verhindert war Gerd Zürcher.

Auf die starke Verwurzelung seiner Partei mit der Heimat und deren christlicher Prägung wies der Kreisvorsitzende der Bayernpartei Traunstein, Heinz Wallner, bei der Jahreshauptversammlung im Wochinger Brauhaus hin. Anlässlich des Kriegs in der Ukraine hielt Pater Constantin Bartok eine kurze Friedensandacht und sprach ein Gebet für den Frieden.

Traunstein – Die Kirche mache Bayern aus, betonte der Kreisvorsitzende Wallner. Von der Wiege bis zur Bahre würden die Menschen von der Kirche begleitet. Umso mehr verwundere es ihn, wenn sie in der heutigen Zeit mit dem Kindesmissbrauch in der Vergangenheit durch den Dreck gezogen werde, meinte er. Bei der Vorverurteilung von Papst Benedikt XVI. gehe es nicht um die Person, sondern um die Institution Kirche. Er sei als Kind in einem weltlichen Institut gewesen, so Wallner. Auch dort habe es „kranke Erzieher“ gegeben. Aber nichts sei geschehen. „Wir leben heute in einer anderen Gesellschaft und dürfen froh sein, dass der Missbrauch aufgedeckt wurde und nun unterbunden wird“, sagte er.

Mit der Zeit habe sich viel geändert, sodass man sich vorstellen müsse, in welcher Zeit etwas passiert sei, fuhr er fort. Als Beispiel nannte er den Schriftsteller Ludwig Thoma. Er habe die Zeit dargestellt, wie sie um die Jahrhundertwende gewesen sei. Man dürfe den seinerzeitigen Zeitgeist nicht vergessen. Die sich jetzt aufregten, hätten bei uns keine Wurzeln und Familie. Deshalb müsse man sich auf die Hinterfüße stellen und dazu stehen.

Zur Kreispolitik meinte der Kreisvorsitzende, von allen werde der Bauwahnsinn wahrgenommen. Ob Stahl, Holz, Ziegel oder sonstige Rohstoffe, alles werde teurer. Dennoch seien im Landkreis 2000 neue Wohnungen gebaut worden. Dies löse wiederum mehr Mengen beim Wasserverbrauch, Abwasser und Müll aus. Die inflationäre Baulandausweisung löse ferner Infrastrukturmaßnahmen aus wie Straßen, Schulen, Kaufhäuser und beeinflusse das gesellschaftliche Zusammenleben. Es gebe fast kein nachbarschaftliches Zusammenleben mehr. Alle redeten von bezahlbarem Wohnraum, aber die Lohnkosten des Handwerks, die Materialkosten und die überzogenen Bauvorschriften seien Kosten, die nun mal da seien. Man brauche Lebensraum und Lebensqualität. „Aber ob es so funktioniert, bezweifele ich“, sagte Wallner.

Der Ehrenvorsitzende Alfons Schupfner meinte, die Gemeinden könnten die Zuwanderung besser steuern. So kaufe zum Beispiel die Gemeinde Weyarn alle Grundstücke auf, sodass es keine Spekulation gebe. Die Gemeinde müssten dies besser steuern, weil die Einheimischen sonst zu nichts mehr kämen. Pro Tag gingen zehn Hektar verloren. Auch beim Wasser komme man an die Grenzen.

Ihm gab der Kreisvorsitzende recht. Man müsse die Entscheidungsträger mehr sensibilisieren. Er setzte sich auch dafür ein, dass in den Schulen wieder die Identität da sei. In den 1970er Jahren sei das Sprechen von Dialekt in den Schulen noch bestraft worden. Auch heute werde das Leben durch interregionalen Zuzug beeinflusst. Zum Thema Bildung meinte er, die Jugend dürfe nicht nur studieren, weil sonst das Wissen des Handwerks verloren gehe. Man müsse ihr das Bewusstsein weitergeben, dass die Handwerker die Könige seien.

Aus dem Kreistag berichtete Kreisrat Markus Schupfner vom Kreishaushalt von 250 Millionen Euro. Innerhalb von sieben Jahren seien die Schulden von 71 auf 23 Millionen Euro zurückgegangen. Weitere Investitionen in die Zukunft seien geplant. Die Kreisumlage soll weiter gesenkt werden. Es gebe ein gutes Auskommen des Landkreises mit den Gemeinden. Als große Projekte des Landkreises nannte er den fast Komplettneunbau der Staatlichen Berufsschule I in Traunstein und den Campus Chiemgau. Hier gehen die ersten Baumaßnahmen bald los.

Der Kreisvorsitzende sprach noch einige Ehrungen langjähriger Mitglieder aus. Dies waren Christa Summerer und Gerd Zürcher (40 Jahre) sowie Gabriele Steiner, Isidor Leitner und Norbert Alversammer (25 Jahre).

Bjr

Kommentare